Erkraths Grüne laden zur Beratung über Stadthaushalt 2020 ein

Im Kaiserhof an der Bahnstraße : Grüne laden zur Beratung über Stadthaushalt 2020 ein

(hup) Die Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen lädt traditionell zur Beratung des städtischen Haushaltsplanentwurfs ein. „Wir möchten den Entwurf mit Bürgern diskutieren“, sagt der Fraktionsvorsitzende Reinhard Knitsch.

Die Beratung findet am Sonntag, 12. Januar, von 10 bis 18 Uhr im Kaiserhof (Sockelgeschoss), Bahnstraße 4 in Alt-Erkrath statt. Ab 10 Uhr steht Stadtkämmerer Thorsten Schmitz für Erläuterungen und Fragen zur Verfügung.

Anschließend werden die Bereiche Schulen, Kultur, Sportförderung sowie Kinder, Jugend und Familien durchgesprochen. Nachmittags erfolgt die Beratung zum Umwelt- und Planungsbereich sowie zu der Finanzsituation. „Die Teilnahme ist auch zeitweise und themenbezogen möglich“, informiert Knitsch. Laut Kämmerer Schmitz konnte der Erkrather Abwärtstrend in Sachen Haushalt zwar gestoppt und stabilisiert worden. „Dennoch haben wir es, bis auf den Jahresabschluss 2017, nicht geschafft, auf Dauer schwarze Zahlen zu schreiben“, so Schmitz bei der Präsentation des Haushaltsplans für 2020. Und auch dieser Haushalt eröffne nur mittelfristig die Aussicht, einen ausgeglichenen Haushalt aufzustellen. Denn es klafft noch ein Loch von 1,66 Millionen Euro und die Stadt hat diverse große Bauprojekte zu stemmen. Prognosen sind jedoch nicht in Beton gegossen. Zum Vergleich: Der Jahresabschluss 2018 wurde Ende September dieses Jahres mit einem Defizit von knapp 3,1 Millionen Euro beziffert und mit der Rücklage der Stadt verrechnet. Ursprünglich war der Kämmerer von 6,95 Millionen Euro ausgegangen. „Grund für die Verbesserung waren rund 1,4 Millionen Euro höhere Gewerbesteuererträge sowie zirka 2,3 Millionen Euro eingesparte Sach- und Dienstleistungen“, erläutert Schmitz.

Auch 2019 verlaufe trotz diverser Mehrbelastungen sowie unvorhersehbarer Ereignisse wie die Brandstiftungen an der Grundschule Sandheide und der Kita Kempen mit noch nicht absehbaren finanziellen Konsequenzen für die Stadt „bisher positiver als zunächst angenommen“. Es deute vieles darauf hin, dass das Haushaltsdefizit von 1,76 Millionen Euro um rund eine Million Euro unterschritten werden könne.