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Erkrather Wählervereinigung BmU will mit Bürgern über ihr „Programm 2020“ diskutieren

Erkrath : BmU will mit Bürgern über Programm diskutieren

Die freie Wählervereinigung „Bürger mit Umweltverantwortung“ hofft auf Anregungen für die Leitlinien ihrer politischen Arbeit in den kommenden Jahren. Der Austausch wird auf digitalem Wege geschehen.

(hup) Weil Politiker auch in Zeiten des Abstandhaltens Kontakt mit den Bürgern halten müssen, ist allen Parteien klar, dass ihr Online-Auftritt durch Corona wichtiger denn je geworden ist. Eine Premiere war im Mai die gemeinsame Video-Pressekonferenz von CDU und FDP, live übertragen auf Facebook.

 Auch die Grünen erprobten ein digitales Format und hatten Bürger Anfang Juni zum ersten digitalen Stammtisch eingeladen. Jetzt zieht die freie Wählervereinigung „Bürger mit Umweltverantwortung“ (BmU) nach und will ihr „Programm 2020“ mit Bürgern diskutieren – so gut das im Internet geht.

„Bei dem Programm soll es sich nicht um ein reines Wahlprogramm handeln, sondern um ein Programm, das die Leitlinien unserer Arbeit in den kommenden Jahren vorgeben soll“, informiert Fraktionsmitglied Christian Ritt. Diese Leitlinien sollen nicht nur unter den Mitgliedern diskutiert und weiterberaten werden, auch die Bürgerschaft soll daran beteiligt werden. Denn die unabhängige Wählergemeinschaft habe sich schließlich das Motto „sowiedu – BmU“ gegeben. Interessierte Bürger könnten den Entwurf nun im Internet unter der Adresse www.bmu-erkrath.de einsehen und Anmerkungen dazu über die Facebook-Seite www.facebook.com/bmu.erkrath oder per Mail an programm@bmu-erkrath.de einbringen. Nach wie vor möglich ist aber auch der gute alte Postweg mit folgender Adresse: BmU, Bergstraße 13.

Im Zentrum des Programmentwurfs stehen laut Ritt „vier Felder der Nachhaltigkeit“. Neben Umwelt- und Klimaschutz müssen aus Sicht der BmU auch Finanzen, Soziales und Bildung sowie Stadtentwicklung in einer nachhaltigen Politik vereinigt werden. Vor zehn Jahren habe die Erarbeitung des Stadtentwicklungskonzepts mit Blick auf das Jahr 2020 begonnen und die BmU habe den Impuls dazu gegeben. „Die Bedingungen haben sich mittlerweile radikal gewandelt. Es kann nicht weitergehen wie bisher. Wir dürfen eine zunehmende Verschuldung (Verbrauch des Eigenkapitals), Umweltzerstörung und Polarisierung in Gesellschaft und Politik nicht zulassen“, so Christian Ritt. Die BmU wolle erreichen, dass dem seit zwölf Jahren anhaltenden bilanziellen Niedergang Erkraths nicht der sichtbare Niedergang folge. Sie fordere daher die Erarbeitung eines Stadtentwicklungskonzepts für 2030.

Das Programm 2020 skizziere bereits einige Ideen dazu. Es bleibe aber offen für noch bessere Ideen, unterstreicht die BmU-Fraktion. Sie schreibt sich auf die Fahne, pragmatisch und kompromissbereit zu sein und will sich auch weiterhin für die Stadt einsetzen. Die unabhängige Wählergemeinschaft wurde 1988 von sechs Erkrathern gegründet. Damals kämpften die Bürger um den Erhalt der Bruchhauser Feuchtwiesen. Der verantwortungsvolle Umgang mit der Umwelt und der nachhaltige Schutz der Natur ist seither ein Leitfaden der BmU.

Außerdem gehören zu den Leitmotiven eine solide Finanzpolitik und das Vorgehen gegen Klüngel und Misswirtschaft. Aktuell ist die BmU mit sieben Mitgliedern im Stadtrat vertreten, Fraktionsvorsitzender ist Bernhard Osterwind. 2018 feierte die BmU ihren 30. Geburtstag.