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Erkrather Wählervereinigung BmU sammelt jetzt Unterschriften gegen Wucherpreis bei Fernwärme

Dauerärgernis in Hochdahl : Fernwärme: BmU sammelt jetzt Unterschriften

Zum gemütlichen Beisammensein mit Diskussion lud die BmU ins Bürgerhaus.

(krue) Die letzte Fraktionssitzung des Jahres, das sogenannte Spekulatiustreffen, wird von der BmU nicht nur dazu genutzt, das Jahr bei besagtem Weihnachtsgebäck Revue passieren zu lassen. Auch Nicht-Mitglieder sollen Gelegenheit haben, sich zu äußern. So lockte das Hauptthema Fernwärme, das, wie Vorsitzender Bernhard Osterwind berichtete, ihn und andere Mitglieder seit nunmehr 40 Jahren begleite, einige Gäste ins Bürgerhaus. Im Mittelpunkt der Kritik standen überzogenen Preise für diese Art der Wärmeversorgung. Zurzeit ist die zur RWE gehörige Innogy die Betreiberin des in die Jahre gekommenen Leitungsnetzes und des Heizwerks am Klinkerweg. Zahlreiche Fernwärmekunden, die vertraglich gebunden sind, haben sich mit ihren Rechnungen an die BmU gewandt. „In den uns vorliegenden Fällen ist der Grundpreis von 2017 nach 2018 um 74 Prozent gestiegen (von 26,67 €/kW auf 46,56 €/kW netto) und der Arbeitspreis um neun Prozent (von 6,1148 Cent/kWh auf 6,674 Cent/kWh netto). Je nach Vertrag kann dies unterschiedlich sein“ steht in dem Info-Blatt „Aktion für gerechte Fernwärmepreise“, mit dem die BmU nun zu einer Unterschriftenaktion aufruft. Ihre Forderung an die Kartellbehörde: „Das Verfahren gegen Innogy wegen Preiswucher bei der Fernwärme in Hochdahl für 2018 und die folgenden Jahre wieder aufzunehmen“. Auf der Website können Infoblatt und Unterschriften-Liste heruntergeladen und die Historie des „Fernwärme-Streits“ studiert werden: www.bmu-erkath.de.