Erkrather Stadtrat unterstützt Zwar-Netzwerke

Erkrath : Stadtrat unterstützt Zwar-Netzwerke

Mit den Gegenstimmen der CDU wird eine Resolution verabschiedet.

(hup) Dass sich in Erkrath gerade erst zwei ZWAR-Gruppen unter großer Beteiligung der Bevölkerung gegründet haben, war Anlass für die Grünen, die schwarz-gelbe Landesregierung zur Rücknahme der Mittelstreichung für die ZWAR-Netzwerke aufzufordern. Die NRW-Regierung will das Projekt, das ältere Menschen in Kommunen durch den begleiteten Aufbau von Interessengruppen vernetzt, ab 2020 nicht weiter finanzieren. Erkraths Grüne wollen das Angebot aufrecht erhalten. Zur Unterstützung sollte der Stadtrat folgende Resolution auf den Weg bringen: „Der Rat der Stadt Erkrath fordert die Landesregierung und den Landtag NRW auf, die von Sozialminister Laumann und den Fraktionen von CDU und FDP im Landtag NRW vorgenommene Streichung der Mittel für die ZWAR-Zentralstelle in Dortmund ab dem Jahr 2020 rückgängig zu machen. Die Zentralstelle leistet unter anderem wichtige Arbeit für die Netzwerke vor Ort (so auch in Erkrath) und muss daher mindestens im selben Umfang wie bisher vom Land weiter unterstützt werden.“ Der Rat hat sich mehrheitlich für diese Resolution ausgesprochen, die CDU und Bürgermeister Christoph Schultz votierten dagegen. Die CDU finde die Streich-Entscheidung der Landesregierung nachvollziehbar und werde die Resolution nicht unterstützen, sagte Fraktionschef Wolfgang Jöbges. Die Partei stellte sich damit hinter ihren Bürgermeister Christoph Schultz, der zuvor erklärt hatte, keine landespolitischen Debatten in den Rat tragen zu wollen. „Es gibt klare Zuständigkeiten. Wir sind nicht befugt, dem Landtag zu sagen, wie er seine Mittel einsetzen will.“ Die Grünen erinnerten daran, dass die CDU noch zu Beginn des Jahres eine Resolution des Rats zur Abschaffung der Beteiligung von Anwohnern an Straßensanierungskosten mit auf den Weg gebracht hatte. Seit Oktober 2018 gibt es in Hochdahl ein Netzwerk für Menschen kurz vor oder nach dem Eintritt ins Rentenalter (ZWAR steht für „Zwischen Arbeit und Ruhestand“). Zum Gründungstreffen kamen rund 250 Interessierte und fanden sich zu Interessengruppen zusammen. Im März war auf Nachfrage von Bürgern eine weitere ZWAR-Gruppe für Alt-Erkrath und Unterfeldhaus gegründet worden Bereits bestehende Gruppen wären durch die Streichung nicht gefährdet, da sie sich nach einer Aufbauphase selbst organisieren sollen.

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