Sicherheit im Straßenverkehr Radler wünschen sich mehr Piktogramme

Erkrath · Die Markierungen auf der Fahrbahn sorgen für ein reibungsloseres Miteinander, hieß es jetzt bei der Einwohnerfragestunde im Stadtrat.

Die neuen Piktogramme an der Bahnstraße haben die Situation zwischen Radlern und Autofahrern offenbar entspannt.

Die neuen Piktogramme an der Bahnstraße haben die Situation zwischen Radlern und Autofahrern offenbar entspannt.

Foto: Stadt Erkrath

Seit die Stadt an ausgewählten Straßen, etwa auf der Kreuzstraße in Alt-Erkrath oder der Sedentaler Straße sowie Sandheider Straße in Hochdahl, die Radwegebenutzungspflicht aufgehoben und entsprechende Übergänge zwischen Fahrbahn und Radweg hergestellt hat, kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen Radfahrern und Autofahrern, berichtete jetzt eine Radlerin dem Stadtrat. Vielen Autofahrern sei der Wegfall der Wegenutzungspflicht offenbar nicht bekannt und Radlern würde des öfteren und teils sehr unfreundlich signalisiert, dass sie auf der Straße nichts zu suchen hätten. Zu diesem Zweck werde auch schon mal sehr haarscharf am Radelnden vorbei überholt, was zu brenzligen Situationen führen könne.

Ganz anders verhalte es sich dagegen auf jenen Erkrather Straßen, die mit Radfahrer-Piktogrammen versehen wurden und damit den Autofahrenden ganz klar signalisieren, dass auch Radler die Straße benutzen dürfen – und Rücksicht aufeinander genommen werden muss. An diesen Stellen klappt es nun deutlich besser mit dem Miteinander, berichtete die Radlerin. Daher ihr Appell an die Stadtverwaltung, mehr Straßen, und vor allem auch die Kreuzstraße, mit Piktogrammen zu versehen, im Sinne friedlicher Koexistenz von Bürgern auf zwei und auf vier Rädern.

Mit den Piktogrammen auf der Bahnstraße hatte die Stadt Radlern den Alltag erleichtern und ihre Fortbewegung im Bereich der geschäftigen Bahnstraße sicherer machen wollen. Auf Bahn- und Schlüterstraße weisen mehrere weiße Fahrrad-Piktogramme auf den Radverkehr auf der Fahrspur in Richtung Kreuzstraße hin. Aufgebracht wurden die insgesamt 24 Markierungen mit langlebiger Kaltplastik zwischen dem Erkrather S-Bahnhof und der Kreuzstraße.

Piktogramme vermitteln eine Information durch einfache bildliche Darstellung, die jeder nachvollziehen kann. Die Erkrather Radler-Piktogrammkette soll im regelmäßigen Abstand von 25 bis 50 Metern auf den Radverkehr hinweisen. Da wegen der zu geringen Straßenbreiten in Fahrtrichtung Kreuzstraße kein separater Radweg – wie auf der Gegenseite – angelegt werden kann, soll die Piktogrammkette dazu beitragen, den Radfahrenden mehr Aufmerksamkeit verschaffen, was offenbar gelungen ist.

Nach der Ausstattung von Bahn- und Schlüterstraße im vergangenen Jahr hatte die Stadtverwaltung bereits angekündigt, die Wirkung der neuen Symbole zu beobachten und zu prüfen, um künftig weitere Straßen, die mangels ausreichender Breite keine Radweg zulassen, wenigstens mit den Markierungen auszustatten, wenn dort schon keine anderen radverkehrsfördernden Maßnahmen möglich sind.

(hup)