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Erkrather Messe bündelt Angebote für Menschen ab 50

Bürgerhaus Hochdahl : Großes Angebot für die ältere Generation

Wenn der Mensch älter wird, ändern sich seine Bedürfnisse. Das wissen auch die Aussteller der Messe „50plus – Freude am Leben“ und bieten das Rundum-Paket für ein möglichst sorgenfreies Leben ihrer Zielgruppe.

Udo Brings hat den Schalk im Nacken. „Ich weiß doch schon längst, dass ich schwerhörig bin“, entgegnet er Hörakustikmeisterin Anna-Carina Losch, die ihn zu einem kostenlosen Hörtest einlädt. Dann grinst er. „Naja, machen wir halt noch mal einen.“ Der ältere Erkrather setzt sich den Kopfhörer auf, zehn Töne muss er wahrnehmen können, sobald er etwas hört, soll er den roten Knopf drücken.

Im Anschluss spuckt der Computer auch für ihn das Ergebnis aus. Die Fachfrau zeigt Udo Brings die Kurve. „Wir empfehlen ihnen wirklich, einen Ohrenarzt aufzusuchen“, resümiert Anna-Carina Losch mit schonenden Worten, der Senior aber winkt augenzwinkernd ab. „Wenn sie so lange verheiratet sind wie ich, dann sind sie froh, wenn sie die Stimme ihres Partners oder ihrer Partnerin nicht ständig hören müssen.“

Was ihm vielleicht nicht bewusst ist: „Eine nicht korrigierte Schwerhörigkeit wirkt sich negativ auf die Leistungsfähigkeit des Gehirns aus, denn das Gehirn braucht auch den auditiven Input, um mental aktiv zu bleiben“, erklärt Hörgeräteakustikmeister Thomas Strunk. Unzählige Unternehmen oder Organisationen boten am Wochenende im Bürgerhaus Hochdahl zum zweiten Mal Produkte, Dienstleistungen, Vorsorge- oder Freizeitmaßnahmen für die ältere Generation ab 50 Jahre an – von Sicherheitstechnik über Wohnmöglichkeiten für Senioren, koreanische Handakkupunktur oder Rehasport. Am Stand von Fitness Gym (in Unterfeldhaus und Hilden) wurden spezielle Rehakurse vorgestellt, deren Kosten, wenn verordnet, auch von der Kasse übernommen werden.

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„Das Wort Reha ist etwas irreführend“, sagt Bereichsleiter André Cardoso, „weil dann viele erst kommen, wenn sie schon Probleme wie zum Beispiel Bandscheibenvorfälle haben. Dabei macht es mehr Sinn, vorbeugend aktiv zu werden.“ Andrea Raab vertreibt spezielle Rückenstützen, die am Stuhl oder auf dem Autositz angebracht werden können und sich durch die gewölbte und genoppte Stützplatte im Bereich des Hohlkreuzes an den Körper schmiegen. „Das ist wirklich richtig entlastend“, schwärmte eine Erkratherin, die bereits seit mehreren Minuten probesitzt. „Ich habe massive Rückenprobleme, habe Schrauben im Rücken, mehre OPs gehabt, das tut wirklich unglaublich gut.“ Einige Stände weiter stellte Mirko Burk Vibrationsplatten vor, die gelenkschonend und muskelaufbauend sein sollen und die Kreislaufzirkulation stärken. Eine etwa 80-Jährige ist ganz angetan, der Vertreiber versucht, sie von dem „Messeschnäppchenpreis“ (rund 1500 Euro) zu überzeugen. Doch die alte Dame war spürbar geschockt: „Das kann ich nie und nimmer von 800 Euro Rente bezahlen.“