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Erkrather Karnevalsverein „Letzte Hänger“ feiert Klüngelball

Brauchtum : Klüngelball: Mer fiere all zosamme

Aber die Reihen waren nicht so voll, wie es der Karnevalsverein „Letzte Hänger“ erhofft hatte.

Als erster Verein haben am Wochenende „Die Letzten Hänger“ mit ihrem „Klüngelball“ den Sitzungskarneval eingeläutet. Auf dem Programm in der Stadthalle stand ein bunter Abend mit Musik, Büttenreden und vor allem viel karnevalistischer Folklore. Dafür sorgten die Auftritte der befreundeten Vereine, die jeweils ihre eigenen Zeremonien vollführten und ihre Tanzgarden präsentierten. Kleiner Wermutstropfen: An den Tischen blieben etliche Plätze leer.

„Die Reihen sind leider nicht so voll, wie wir uns das erhofft und erwünscht hatten“, kommentierte Gabi Bunk, Präsidentin und erste Vorsitzende der Letzten Hänger. Dennocjh: „Die, die hier sind, sollen Spaß haben“. Da die Hänger eine recht kleine Gesellschaft sind, ließen sie sich beim Einmarsch von den Altstadt-Funken Monheim unterstützen, so dass doch eine stattliche Prozession entstand. Die Monheimer zeigten, was sie draufhaben: Zu einem Medley aus Karnevalsliedern und dirigiert von ihrem Kölsch sprechenden Präsidenten, legten zuerst die Frauen und dann die Männer – Gewehr bei Fuß – eine flotte Sohle auf die Bühne.

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Das Kinderprinzenpaar, das in diesem Jahr das einzige Prinzenpaar in Erkrath ist, begrüßte sein Volk und verlas seine Regierungsschrift. Dazu gesellte sich „Frau Hoppeditz“ Marita Nicolic, die bemerkte, dass die Prinzen Maren und Maximilian ja nicht nur die „M&Ms“ seien, sondern zusammen mit ihr – Marita – sogar die „drei Ms“. Dann wurden fleißig Orden verteilt.

Das Stadt-Prinzenpaar der vorvergangenen Session, Heide und Franz Caron, bekam den Orden der Kinderprinzen und brachte seinerseits – Franz in neuer Funktion als zweiter Vorsitzender der Hänger – die Vereinsorden unters Volk. Unterdessen waren auch Bürgermeister Christoph Schultz und seine Frau Sina eingetroffen und machten sich daran, gemeinsam mit Vize-Bürgermeisterin Sabine Lahnstein die Bürgermeisterorden zu verteilen.

Auf die Altstadt-Funken aus Monheim folgte der Karnevalsauschuss Unterbach mit Auftritten der Tanzgarden „Weiß-Rot“ und „Rot-Weiß“. KU-Prinz Klaus Hammer betonte die alte Verbundenheit der beiden Gemeinden: „Seitdem ich laufen kann, war ich auch immer in Erkrath dabei“. Franz Caron, der inzwischen das Mikrofon von Gabi Bunk übernommen hatte, begrüßte die Erkrather Bürgermeister auf der Bühne. Christoph Schultz: „Hier in der Stadthalle finden ja auch die Ratssitzungen statt. Es ist, wie Boris Becker sagen würde, ‚mein Wohnzimmer‘.“ Anlass war das jecke Jubiläum von 5 mal 11 Jahre „Die Letzten Hänger“, die damit der älteste Karnevalsverein in Erkrath sind. Dafür gab es von Schultz und Lahnstein das Fahnenband der Stadt, das von nun an die Standarte ziert. Mit Stand-up-Comedy von „Manni dem Rocker“ und Musik von den „Sound Trumpets Wuppergold“ ging der Abend noch fast bis Mitternacht weiter.