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Erkrather Jonges trauern um Ehrenbaas Alfred Niek

Nachruf : Jonges trauern um Alfred Niek

Im Alter von 83 Jahren ist der Ehrenbaas der Erkrather Jonges am 7. Mai gestorben. Sein seit Jahren schwaches Herz hat aufgehört zu schlagen.

(gund) Bis zum Schluss konnte er in seiner Wohnung in Unterbach wohnen, mit liebevoller Unterstützung von Theres, seiner polnischen Pflegekraft. Als es zu Ende ging, wurde Alfred noch ins Rather Augusta-Krankenhaus gebracht, wo er am Freitag starb. Liebevoll umsorgt war Niek am Ende vor allem von seinen Enkelkindern Marvin und Diana. In Erinnerung bleibt seinen Heimatfreunden von den Erkroder Jonges, deren Baas er viele Jahre lang war, eine besondere Persönlichkeit mit einer unverwechselbaren Ausstrahlung. Seine Erkrather und Unterbacher Erlebnisse – die von zünftigem Humor zeugten – werden fortleben in seinen Heimatbüchern. Stets hat er sie in seiner Mundart verfasst und seine Freundin Sita Köppen hat sie ins Hochdeutsche übersetzt. Auch hat sie den Heimatverbundenen jahrelang begleitet, wenn er mit einem seiner alten Traktoren an Karnevalszügen in Erkrath, in Düsseldorf oder auch am Erntedankumzug in Urdenbach teilnahm. Als es noch erlaubt war, haben die beiden mit ihrem Treckergefährt Hunderte von Kindern bei Straßenfesten durch die Gegend gefahren. Gemeinsam haben sie mit ihren Kaninchen jahrelang die Senioren in den Altenheimen erfreut. Aber auch unbequem konnte Alfred Niek sein, nämlich dann, wenn er seinen Mitmenschen „die Wahrheit sagte“ oder wenn sein Gefühl für Gerechtigkeit Schaden nahm. Eine letzte eindrucksvolle Aktion startete Alfred Niek, als er seine Fotos mit Motiven vom Nachkriegsleben auf Erkrather Bauernhöfen in der Kreissparkasse Düsseldorf an der Bahnstraße präsentierte. Da saß er schon im Rollstuhl. Aber sein verschmitztes Lächeln ist den Vernissage-Besuchern noch in bester Erinnerung.