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Erkrather Heimatfreunde stellen in der Stindermühle aus

Erkrath : Heimatfreunde erobern die Mühle

Am kommenden Samstag, 30. März, eröffnen die Aktiven eine Fotoausstellung in der Stindermühle. Sie widmet sich der Geschichte des Gebäudes.

Die Interessengemeinschaft der Brauchtumsfreunde trifft sich einmal im Monat im Kurhaus an der Bahnstraße. Vor Jahren hatte es schon einmal einen solchen Stammtisch gegeben, im Frühjahr 2018 wurde er wiederbelebt. „Zu Anfang haben wir viel gesprochen über ein mögliches Heimatmuseum und darüber, wie man die Begriffe ‚Heimat‘ und ‚Brauchtum‘ wieder näher zusammenführen kann“, erzählt Holger Johan, der den Heimat- und Brauchtumsstammtisch gemeinsam mit Wolfgang Scheurer, Richard Voges und Uli Schimschock in Leben gerufen hatte.

Von einem Heimatmuseum ist man noch weit entfernt, aber einen kleinen Schritt in diese Richtung konnte man am Donnerstag verkünden: Am Samstag, 30. März, wird eine Fotoausstellung über die Geschichte der Stindermühle in der Stindermühle, Stindertalweg 50, stattfinden.

„Wir sind froh, dass wir endlich einen Raum gefunden haben, in dem wir Veranstaltungen abhalten können, wenn auch leider nur für einen Tag“, so Holger Johan.

Langfristig will die Gruppe auch dauerhafte Ausstellungen anbieten, doch zunächst soll die Stindermühle dreimal im Jahr jeweils für einen Tag Schauplatz sein. Am 30. März werden 20 bis 30 großformatige Fotos gezeigt, die die bewegte Geschichte der Mühle veranschaulichen. Dazu werden Geschichten und Anekdoten ausgelegt, die der interessierte Besucher lesen kann. Wie etwa die Geschichte des Klassentreffens im Jahr 1967. Die Stindermühle wurde im 15. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt und hat seitdem verschiedene Nutzungen erlebt. „Bis Ende des 19. Jahrhunderts ging es auf den Dorper Höfen recht dörflich zu, die Bauern haben damals viele Kinder gehabt“, erzählt Holger Johan schmunzelnd. Daher sei zunächst auf dem Boenershof eine Volksschule eingerichtet worden, die aber bald zu klein geworden sei. So zog die Schule 1906 in die Stindermühle um, und so kam es später zu dem besagten Klassentreffen.

Die Schulnutzung ist längst Geschichte und auch der Mühlenbetrieb wurde bereits 1928 eingestellt. Heute ist das Haus eine beliebte Gaststätte und Ausflugsziel auf dem Neanderland-Steig. Seit 1984 steht es unter Denkmalschutz.

„Da ist wirklich alles steinalt, aber klasse gepflegt“, beschreibt Richard Voges den Reiz der Mühle. Mit der Ausstellung soll der lebendigen Geschichte des Hauses Rechnung getragen werden, unterstreichen die Aktiven.

Es wäre den Brauchtumsfreunden zu wünschen, dass sich viele Erkrather auf den Weg machen und die Ausstellung anschauen. Sie ist von 13 bis 18 Uhr geöffnet.