Erkrath: Erkrather formuliert Petition gegen Flüchtlings-Gesetz

Erkrath : Erkrather formuliert Petition gegen Flüchtlings-Gesetz

Das Wortungetüm klingt eher abschreckend - doch Detlef Kaross hat sich eingehend damit beschäftigt: 1541 Unterschriften hat der Erkrather gesammelt, um das "Familiennachzugsneuregelungsgesetz" noch zu stoppen. Gestern informierte er Bundestagsabgeordnete Michaela Noll (CDU) in deren Bürgersprechstunde über seine Initiative. In einem gut halbstündigen Gespräch tauschte er sich mit der Politikerin über seine Bedenken aus. Noll stattete ihn im Anschluss mit der nötigen Online-Adresse der Bundesregierung aus, an die Kaross seine Petition nun weiterreichen kann.

Der Erkrather glaubt, dass das neue Gesetz, das der Bundestag bald in erster Lesung behandelt, "faktisch eine Aufhebung des Rechts auf Familiennachzug bedeutet". Insbesondere für die Kinder von Flüchtlingen, denen damit dauerhaft das Aufwachsen mit beiden Elternteilen verwehrt werde, sei das "ein unerträglicher Zustand und eine Zumutung. Das Recht der Kinder auf ihre Eltern wird einfach missachtet", sagt der Erkrather.

Daher hat Kaross, der Flüchtlingspate im Freundeskreis für Flüchtlinge in Erkrath und Mitglied des Kinderhilfswerks "Terre des Hommes" ist, online Unterschriften gesammelt. 1514 sind bis gestern zusammen gekommen. Kaross will damit "ein Signal" an die Regierung senden, "dass ein großer Teil der Bürger mit dem Politikwechsel von einer Willkommenskultur hin zu einer Politik der Abschottung nicht einverstanden ist".

(arue)