Erkrath: Verdächtige Jugendliche wieder auf freiem Fuß

Erkrath: Verdächtige Jugendliche wieder auf freiem Fuß

Die beiden Jugendlichen, die in zehn Fällen Steine auf Linienbusse geworfen und in neun Fällen Autos angezündet haben sollen, sind wieder auf freiem Fuß. Damit ist die Staatsanwaltschaft nicht gerade glücklich: Sie hätte sie lieber in Untersuchungshaft gesehen.

(arue) Gegen die beiden Jugendlichen, denen sowohl die Serie von Steinwürfen auf Busse, als auch die Serie von Autobränden in Erkrath und Hilden zur Last gelegt wird, hat das Amtsgericht Wuppertal am Mittwoch Haftbefehle erteilt.  Das teilte gestern die Pressestelle der Kreispolizei Mettmann mit. Die Haftbefehle wurden jedoch auf Beschluss des Amtsgerichtes gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt. „Das bedeutet, dass den beiden 16-Jährigen Haftverschonung zugebilligt wird“, heißt es.

Die Jugendlichen erwarte ein Strafverfahren. Bis dahin aber können sie sich frei bewegen. Damit ist die Staatsanwaltschaft Wuppertal nicht gerade glücklich: „Ich will keine Richterschelte betreiben. Aber mir fällt es schwer, das sachlich zu begründen“, sagt der Sprecher der Staatsanwaltschaft Wuppertal, Wolf-Tilman Baumert. Die Staatsanwaltschaft hatte „Wiederholungsgefahr angenommen“, sagt Baumert. Das Gericht habe dies hingegen „wohl als nicht so evident angesehen“. Die Sprecherin des Amtsgerichts Wuppertal, Carmen Schlosser, verweist hingegen auf das laufende Ermittlungsverfahren, währenddessen sie keine Stellungnahme abgeben dürfe.

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Zwischen dem 2. Oktober und dem 3. November sollen die beiden 16 Jahre alten Jugendlichen zehn mal Steine auf Busse geworfen sowie neun Autos in Brand gesetzt haben.

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