Panne in Erkrath Tausende Menschen stundenlang ohne Trinkwasser

Erkrath · Die Stadtwerke Erkrath arbeiten daran, ihr Wassernetz zukunftssicher zu machen. Dabei passierte am Donnerstag ein Fehler: Ein falscher Schieber wurde geschlossen. Welche Folgen das für die Erkrather Bürger hatte.

Ein tropfender Wasserhahn (Symbolfoto).

Ein tropfender Wasserhahn (Symbolfoto).

Foto: dpa

Viele Tausend Erkrather Bürger waren am Donnerstag über einige Stunden hinweg ohne Trinkwasser. Laut dem Chef der Stadtwerke Erkrath, Gregor Jeken, lag der Grund dafür in einer Panne der Stadtwerke selbst. Nach dem Anschluss einer größeren Leitung an einen Hochbehälter sei ein falscher Schieber geschlossen worden. Deshalb sei kein frisches Trinkwasser nachgeflossen. „Als wir die Ursache festgestellt hatten, musste das Wassernetz behutsam und abschnittweise wieder befüllt werden“, sagte Jeken auf Nachfrage unserer Redaktion. Im gesamten Stadtgebiet seien mehrere Spültrupps unterwegs gewesen. An höheren Stellen des Trinkwassernetzes hätten zudem Luftblasen aus den Leitungen verdrängt werden müssen. Gegen Mittag sei Alt-Erkrath wieder mit Trinkwasser versorgt gewesen. Im Stadtteil Unterfeldhaus mussten Bürger bis in die Abendstunden auf Wasser warten.

Von vielen Bürgern wurde die mangelhafte Information der Stadtwerke Erkrath zu dem Vorfall kritisiert. Auch Stadtwerkchef Jeken bestätigte, dass es zahlreiche Anrufe besorgter Kunden gegeben habe: „Manche Bürger befürchteten gar, es habe einen Anschlag auf unser Trinkwassernetz gegeben“, sagte Jeken. Diese Befürchtungen habe man rasch zerstreuen können.

Die Folgen der Schieberpanne bekamen zahlreiche Haushalte zu spüren – auch als die Versorgung wieder nach und nach anlief. Denn als erstes strömte eine braune Brühe aus dem Hahn. Dagegen empfahlen die Stadtwerke, das eigene Leitungssystem zu spülen, in dem der Wasserhahn geöffnet blieb und frisches Wasser nachlief. „Braunes Wasser ist per se nicht gesundheitsschädlich“, sagte Jeken und: „Die Panne ist uns passiert. Wir haben rasch gehandelt. Ich mache niemandem einen Vorwurf.“

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