Forum Sandheide wird zur Bühne Tabutanten improvisieren über Tabuthemen

Erkrath · Das Trillser Franziskushospiz lädt zu einem kurzweiligen Schauspielabend mit dem Duo ein. Titel: „Sie werden lachen, es geht um den Tod“.

 Christiane G. Holzer (links) und Simone Schmitt sind die "Tabutanten".

Christiane G. Holzer (links) und Simone Schmitt sind die "Tabutanten".

Foto: Hospiz Radevormwald

Das Erkrather Hospiz organisiert hin und wieder auch mal ein Kulturprogramm. So wird das Improvisationsduo „Die Tabutanten“ aus Aschaffenburg am Freitag, 20. Oktober, mit seinem Programm „Sie werden lachen, es geht um den Tod" auf Einladung des Trillser Franziskushospizes zu Gast im Forum Sandheide sein. Geboten wird ein spontanes Schauspiel rund um die Themen Leben, Tod, Trauer, Sterben und Liebe.

Von Tod und Trauer sind alle betroffen, doch kaum jemand mag darüber sprechen. Das Improvisationstheater will seine Besucher auf positive und leichte Weise anregen, dieses Tabu schrittweise zu brechen. Von den beiden Tabutanten Christine G. Holzer und Simone Schmitt heißt es, sie gingen auf berührend-zarte und freudvolle Weise grundlegenden Fragen nach: All you need is love!? Was macht das Leben lebenswert? Was bereuen Menschen am Sterbebett am meisten? Was ist Glück? Wäre eine Wunderpille, die ewiges Leben verspricht, verlockend? Was macht das Leben schön? Wie will ich sterben? Was kann bei einem Leichenschmaus/einer Trauerfeier alles passieren? Was kann einer Hospizbegleiterin so alles passieren?

Die beiden ausgebildeten Improvisationstheaterschauspielerinnen und Theaterpädagoginnen mit langjähriger Bühnenerfahrung wirken auf der Bühne gleichermaßen nachdenklich, schafften es aber auch mit Leichtigkeit, ihr Publikum zum ausgelassenen Lachen zu bringen. Das Faszinierende an ihren Auftritten ist, dass sie ihr anderthalbstündiges Programm immer wieder individuell aus dem Moment heraus entwickeln.

Live entstehen die Szenen aus dem Moment heraus – Holzer und Schmitt sind Drehbuchautorinnen, Regisseurinnen und Schauspielerinnen im gleichen Augenblick, stets mit Blick und feinem Gespür für die Themen, die die Menschen im Publikum mitbringen, bewegen und interessieren.

Dabei kommen stets einige Bonmots, Situationskomik und auch mal schwarzer Humor heraus. Das Tabutanten-Konzept gleicht dem des Springmaus-Theaters: Das Licht geht kurz an, die Tabutanten erfragten vom Publikum unterschiedliche Stichwörter, das Licht geht wieder aus – und die Improvisation beginnt. Sie wendet sich auch, aber nicht nur an Trauer- und Sterbebegleiterinnen und -begleiter.

Der Theaterabend beginnt um 19 Uhr im Forum Sandheide an der Hildener Straße 28 Hochdahl, Eingang Schimmelbuschstraße in das zum Forum gehörden „Café 28“. Der Eintritt kostet 10 Euro an der Abendkasse. Wer teilnehmen möchte, meldet sich zuvor unter Telefon 02104 93720 oder E-Mail an die Adresse nicole.breloh@marienhaus.de an.

(RP/hup)
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