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Erkrath: Sternenlicht-Revue inszeniert Musical

Musikinszenierung für den guten Zweck : Musical-Revue für das Familienwohnhaus Mogli

Basierend auf der Musik vom berühmten „Starlight Express“ inszeniert die Sternenlicht-Revue Musicals für den guten Zweck.

Gegründet wurde die Elterninitiative Sternenlicht-Revue bereits 1996. „Von einer Feuerwehrfamilie“, erinnert sich Mitglied Ingrid Ochott an diese Familie, die eine besondere Affinität zu Musicals hatte. Bald sammelten sich interessierte Kinder – und die Probearbeit zu eigenen Inszenierungen begann.

Erste Auftritte in Kaufhäusern folgten. „Das hat sich bis heute zu einem richtig großen Event entwickelt“, freut sich Ochott über derzeit etwa 35 Kinder und Jugendliche von sechs Jahren bis zum Beginn der Ausbildung, die auf Rollschuhen auf der Bühne stehen. Dazu kommen rund 60 Erwachsene, die für das Training, die Kostüme und die Organisation sorgen. „Wir machen zwei bis drei Auftritte im Jahr“, berichtet Ochott. Sie alle sind für einen guten Zweck: alle Einnahmen werden gespendet. „Ausschließlich an Kinder in Not“, betont Pressesprecherin der Sternenlicht-Revue Silvia Herfurth.

Kinderhospiz, Knochenmarkspende, Delphintherapie wurden schon unterstützt. Nun tritt die Sternenlicht-Revue für das Awo-Familienwohnhaus Mogli auf. „Es ist ein besonderes Projekt“, erklärt Ingrid Ochott. Besonders deshalb, weil hier das Ehepaar Tania Meissner und Anja Knoche gemeinsam mit neun Kindern und Jugendlichen wie in einer großen Familie lebt. „Es sind Kinder, die aus unterschiedlichen Gründen nicht bei ihren Eltern leben können“, erklärt Anja Knoche. Traumatisierte Kinder, die im Familienwohnhaus Mogli heranwachsen dürfen. Anja Knoche und Tania Meissner haben Pläne, was sie mit dem Spendengeld realisieren möchten. „Wir achten darauf, dass wir gemeinsam mit den Kindern in den Urlaub fahren“, betont Knoche, „wie eine richtige Familie.“ Außerdem könnte die eine oder andere Ferienfreizeit für die Kinder finanziert werden. „Wir wollen auch die tiergestützte Therapie erweitern“, verrät Knoche und Tania Meissner fügt hinzu: „Unsere Kinder brauchen zum Teil eine besondere Förderung, da sie eine Menge Ballast mitschleppen.“ Deshalb ist das Familienwohnhaus Mogli auch ausgesprochen glücklich über die Unterstützung durch besagtes Projekt.

Zu moderaten Preisen wird dem Publikum ein zweieinhalbstündiges Programm geboten, dass so manchem kommerziellen Musicals in nichts nachsteht. Lichtshow, tolle Kostüme, detaillierte Maske und viel Arbeit stecken in der Inszenierung, die auf der Musik von „Starlight Express“ basiert. „Allein sein Kostüm anziehen und sich zu schminken dauert eine Stunde“, weiß Ingrid Ochott.Tom (14) und seine Schwester Antonia (10) aus Mönchengladbach sowie Marie (13) aus Mettmann gehören zum Darsteller-Team. „Ich bin Rocky II. Es macht viel Spaß auf der Bühne zu stehen“, erzählt Marie. Sie ist seit knapp zwei Jahren dabei und eine erfahrene Rollschuhläuferin. „Ich fahre auch im Verein. Rollkunstlauf.“ Tom und Antonia dagegen hatten vorher noch nie auf Rollschuhen gestanden. „Wir haben alles beim Training gelernt“, erzählt Tom. Nach zwei Jahren sind sie quasi Profis und freuen sich auf ihre Auftritte.