Erkrath: Stadt dankt Ehrenamtlern bei einer Gala

Erkrath : Die Stadt dankt ihren Ehrenamtlern

Für ihr großes und jahrelang beständiges Engagement bedankten sich Vertreter der Stadt auf einer Gala bei den ehrenamtlich tätigen Bürgern.

Gerade erst hatte der Bundespräsident verdiente Bürger aus ganz Deutschland ins Schloss Bellevue eingeladen – darunter auch die Behindertenbeauftragte der Stadt Erkrath und Vorsitzende des „MS-Treffs“, Marion Kremerius. Aber auch jene, die nicht in Berlin dabei waren, konnten sich über Wertschätzung freuen: Die Stadt Erkrath feierte eine Gala in der Stadthalle, um den ehrenamtlich tätigen Bürgern zu danken. Es war eine rundum gelungene Veranstaltung, die der Bedeutung des Engagements gerecht wurde und zugleich fröhliche und gesellige Akzente setzte.

Großen Anteil daran hatte Luisa Skrabic, die nicht nur als Frontfrau ihrer Popcover-Band „Lui Akustik“ auftrat, sondern auch als Moderatorin durch den Abend führte. Viele Gäste lobten ihre lockere, selbstbewusste Art und ihre klare und professionelle Ansprache. „Eine Kollegin hat zu mir gesagt, Ehrenamt sei, wenn man etwas tut ohne den Anspruch, etwas zurückzubekommen“, erzählte Bürgermeister Christoph Schultz zu Beginn. „Ich denke, das ist eine sehr, sehr gute Einstellung, die wir brauchen. Sonst sähe unsere Stadt anders aus.“ Allen, die seit mindestens zehn Jahren ehrenamtlich tätig sind, zeigte die Stadt mit persönlichen Urkunden und im Namen der gesamten Bürgerschaft ihre Dankbarkeit.

Skrabic nannte Zahlen: 62 Ehrenamtliche seien an diesem Abend hier, die zusammen rund 1200 Jahre an gemeinnütziger Arbeit verrichtet hätten. Die Ehrungen fanden in drei Blöcken statt. Der erste Block war den Vereinen ADFC, CVJM, DRK und der Carl-Fuhlrott-Schule gewidmet. So kann Beate Könn auf 40 Jahre in der Blutspende beim DRK zurückblicken, genauso lange, wie Wolfgang Cüppers schon im Katastrophenschutz tätig ist. „Man tut das, um Leuten zu helfen, und wegen der sehr guten Kameradschaft“, sagte Cüppers.

Luisa Skrabic zog sich sodann um und sang mit ihren Band-Kollegen moderne Popsongs. Danach ging es weiter mit den Ehrenamtlichen vom Franziskus-Hospiz, der DLRG und der Freiwilligen Feuerwehr. Als Gründer und Leiter des „FC Parea Schimmelbusch“ kam auch der Pressesprecher der Stadt, Thomas Laxa, zu Ehren. Sein Verein bietet seit 18 Jahren kostenlose Fußballtrainings für sozial Benachteiligte an. „Es geht darum, gemeinsam Erfolg zu haben“, sagt Laxa. Für dieses gelungene Integrationsprojekt hatte er bereits das Bundesverdienstkreuz erhalten.

Der dritte Block galt den Ehrenamtlichen, die nicht fest an einen Verein gebunden sind. Dazu gehörten Christa Becker, die sich seit 25 Jahren im Tierschutz engagiert, Richard und Angelika Voges mit ihrem „Erkrather Karnevalsarchiv“ oder Dieter Jansen und Ralf Buchholz, die als „Neanderartgroup“ unermüdlich für Kunst und Kultur im Einsatz sind. Der Auftritt der Wuppertaler Trommel-Gruppe „Apito Fiasko“ setzte den Schlusspunkt für den offiziellen Teil. Was braucht das Ehrenamt im Zukunft?, fragte Luisa Skrabic. Uli Schimschock: „Nachwuchs, Nachwuchs, Nachwuchs!“

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