Erkrath: Schüler der GGS Sandheide nehmen den Bus zur neuen Schule

Erkrath : Der neue Schulweg ist schnell gelernt

Nach dem Brand in der Grundschule Sandheide müssen die Schüler auf die Schmiedestraße ausweichen.

Morgens um 7.15 Uhr an der Bushaltestelle Eichendorffweg: Ordentlich in Zweierreihen warten die Schulkinder, ihre grüne Karte als „Fahrschein“ im Griff, auf den Bus. Die Eltern halten sich im Hintergrund. Die Verkehrshelfer regeln das Geschehen: Sie prüfen die Karten, zählen die Kinder durch und geleiten sie sicher in den Schulbus. Der bringt die jungen Schüler bis zur Schmiedestraße, wo sie, wiederum begleitet von Verkehrshelfern, zum neuen Schulgebäude geführt werden.

Drei Mal und im 15-Minuten-Takt fährt der neu eingesetzte Schulbus morgens wie mittags seine Route und ermöglicht so einen schnellen, sicheren und unkomplizierten Schulweg für die Erst-, Zweit- und Drittklässler der Grundschule Sandheide. Kosten fallen für die Eltern keine an: Als Schulträger übernimmt die Stadt Erkrath diese vollumfänglich, den Bus stellt ein städtischer Vertragspartner. Die Verkehrshelfer sind Teil vom „Trägerverein Verlässliche Schule in Erkrath“, mit dem die Stadt im Bereich der Schülerlotsen sowie in der Betreuung in Schulen kooperiert.

„Die Organisation rund um den Transfer funktioniert einwandfrei, so dass die Kinder pünktlich in der Schule eintreffen und der Unterricht wie geplant um 8 Uhr beginnen kann“, informiert Thomas Laxa, Sprecher der Stadt Erkrath.

Anpassungen sind dennoch geplant. Zum einen werde aktuell geprüft, ob die Anzahl der Fahrten auf Grund sinkender Auslastung reduziert werden können. Zum anderen gelte das Angebot aktuell noch für die Erst-, Zweit- und Drittklässler. Ab dem zweiten Halbjahr seien jedoch auch die Drittklässler angehalten, den Schulweg, so wie es die Schüler der vierten Klassen bereits machen, zu Fuß zu absolvieren. „Die Drittklässler üben das jetzt bereits“, berichtet Schulleiterin Susanne Adomeit. Sie zeigt sich zufrieden mit der Lösung zum Schulweg – und umso zufriedener mit dem neuen Standort. „Ich wollte kein Provisorium mit Containern. Bis das neue Gebäude an der Brechtstraße steht, dauert es eine ganze Grundschulgeneration – das ist zu lang“, erklärt Adomeit.

Die Räume der ehemalige Realschule an der Schmiedestraße ließ die Stadt in den Sommerferien von mehr als 100 Handwerkern aus 20 Betrieben sanieren. Die Klassenräume verfügen über Whiteboards und wurden mit intelligentem Mobiliar ausgestattet. Die Brandmelde- und Sicherheitsanlage wurde auf den neusten Stand gebracht. „Es ist ein freundliches und helles Gebäude und viel mehr als nur eine Übergangslösung“, schwärmt die Schulleiterin. Ihr sei es ein Anliegen gewesen, dass alle Schüler und Lehrer weiterhin gemeinsam an einem Ort den Schulalltag bestreiten können.

Der Übergang ins neue Schulgebäude sei unerwartet reibungslos gewesen, berichtet Adomeit weiter. „Am Dienstag vor Schuljahresbeginn war um 15 Uhr die Bauabnahme. Ab dann konnten wir die sanierten, aber noch kahlen Räume einrichten. Alle haben geholfen.“ Hand in Hand arbeiteten die Lehrer, ihre Freunde und Partner daran, aus den Räumen authentische Klassenzimmer zu machen – Bilder und Geburtstagskalender wurden aufgehangen, die Regale mit Büchern und Heften gefüllt und Namensschilder auf die Tische gestellt.

„Wir haben es wirklich sehr schön hier“, befindet Adomeit glücklich. Zwar fehle hier und da noch eine Kleinigkeit, doch die Grundausstattung sei gewährleistet – durch die große Hilfs- und Spendenbereitschaft der Erkrather Bürger und vieler Institutionen. „Das war sehr toll anzusehen. Und mit dieser Unterstützung kriegen wir auch die letzte Hürde gewuppt.“

An Baumaßnahmen stehen nur noch Feinschliffe an: Die Stadt will eine Umzäunung des Schulgeländes realisieren. Zudem sind Mensa-Container in der Planung.

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