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Erkrath: Rollator-Einsatz will gelernt sein​ - ein Seniorentraining.

Alter in Erkrath : Rollator-Einsatz will gelernt sein

Das Erkrather Johanniter-Haus hatte zu einem Training eingeladen. Experten der Rheinbahn, der Polizei und eines Sanitätshauses zeigten, wie sich Senioren im Alltag mit dem Rollator verhalten sollen.

(RP) Da staunten Passanten nicht schlecht: Ein Bus, ein Parcours mit Hütchen, Brettern und kleiner Brücke, Infostände und viele Menschen mit und ohne Rollatoren füllten den Hof des Johanniter-Hauses in Erkrath. Die Johanniter hatten ein Rollator-Training in Kooperation mit der Rheinbahn und dem Sanitätshaus medwerk angeboten, für das sich rund 20 Senioren interessierten.

„Ich bin viel unterwegs und fühle mich beim Ein- und Aussteigen in den Bus doch immer unsicher“, erklärte Seniorin Helga ihr Interesse am Training. Sie nutzt die Gelegenheit, sich Tipps geben zu lassen und das Ein- und Aussteigen zu üben. Rheinbahn-Mitarbeiter Thomas Thiel leitete die Teilnehmer an und erklärte, wie sie den Rollator kippen müssen, um ihn in den Bus zu bekommen. „Ganz wichtig: Wenn der Rollator im Bus ist und Sie zusteigen, halten Sie sich nicht am Rollator, sondern an den Türgriffen fest“, so der Hinweis des Fachmanns. Unter seinen Augen steigt Helga ein und wieder aus und stellt anschließend fest: „So fühle ich mich schon viel sicherer.“

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Auch Senior Ernst hat das Ein- und Aussteigen geübt. „Gut ist, dass man das hier mal ausprobieren kann und genau erklärt bekommt“, lobte er. Anschließend ließ er sich den Rollator auf die richtige Höhe einstellen. Im Rollator-Parcours übten die Senioren, Hindernisse zu umfahren sowie über Kanten und eine kleine Brücke zu fahren. Eine Seniorin unternahm ihre ersten Rollator-Gehversuche. Sie nahm die Gelegenheit wahr, einen Rollator einfach einmal auszuprobieren.

Ergänzt wurde das Angebot von der Polizei. Wer wollte, konnte sich von Matthias Buff Reflektoren auf die Rollatoren kleben lassen, um in der dunklen Jahreszeit besser sichtbar zu sein. Außerdem empfahl er den Seniorinnen dringend, ihre Handtaschen und Wertsachen am Körper zu tragen und nicht in den Korb des Rollators zu legen. „Wir haben fast täglich Diebstahl-Anzeigen dieser Art“, warnte Buff.

Eva Flader leitet die Begegnungsstätte Alt und Jung im Johanniter-Haus. Ihr Trainingsfazit: „Zwar sind fast alle schon länger mit dem Rollator unterwegs. Trotzdem haben sie schwierige Situationen aus dem Alltag in Ruhe üben können und Tipps bekommen. Zudem konnten sie ihre Rollatoren einstellen und die Räder säubern lassen. So sind sie jetzt sicherer unterwegs.“

(dne)