Erkrath: Razzia gegen Clan-Kriminalität

Einsatz in Erkrath : Razzia gegen Clan-Kriminalität

Mit einer Razzia in Erkrath haben Polizei und Zoll ihren Einsatz gegen kriminelle Clans ins NRW fortgesetzt. Unter anderem wurden drei Gaststätten durchsucht.

Im Rahmen der „Null-Toleranz-Strategie“ gegen Clan-Kriminalität kontrollierten Polizisten, Zollbeamte und Ordnungsamt-Mitarbeiter am Freitagabend drei Gaststätten, die Räume eines Kulturvereins sowie ein Wettbüro, wie die Polizei mitteilte. Die Einsätze waren an der Kreuzstraße, an der Brechtstraße und an der Karschhauser Straße. 54 Personen wurden überprüft. Die Polizei ermittelt nun in zwei Fällen wegen des Verdachts des illegalen Glücksspiels und stellte mehrere Ordnungswidrigkeiten wie Verstöße gegen das Mindestlohngesetz oder den Jugendschutz fest.

In den Räumen des Kulturvereins an der Brechtstraße stellten Einsatzkräfte fest, dass diese unrechtmäßig als Gaststätte betrieben wurden. Zudem stellten sie hier einen Glücksspielautomaten sicher, der unter dem Verdacht steht, manipuliert zu sein.

Die bei den Durchsuchungen gewonnenen Erkenntnisse sollen der Polizei auch dabei helfen, die kriminellen Strukturen in und rund um die überprüften Orte weiter aufzuhellen, teilte die Polizei in einer Bilanz mit. Außerdem solle mit der erhöhten Polizeipräsenz das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung gestärkt werden.

Polizei und Justiz in NRW haben ihre Einsätze gegen kriminelle Mitglieder von Clans in den vergangenen Monaten erheblich ausgeweitet. Auch in Köln gab es Freitagabend Durchsuchungen. Immer wieder gibt es großangelegte Razzien, die größte zuletzt Mitte des Monats an vielen Standorten im Ruhrgebiet gleichzeitig.

(top/dpa)