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Erkrath: Ratsbeschluss zu Neubau des Gymnasiums am Neandertal und Sanierung der Realschule Erkrath

Bauvorhaben : Gymnasium-Neubau und Sanierung Realschule geplant

Der Ausschuss für Schule und Sport (ASS) hat den Weg für den Neubau des Gymnasiums am Neandertal frei gemacht. Nach lebhafter Diskussion und einer längeren Sitzungsunterbrechung konnten sich die Fraktionen auf einen gemeinsamen Beschlussvorschlag verständigen.

Nicht nur dieser Neubau, sondern auch die Sanierung der benachbarten Realschule sollen geplant werden – ebenso wie das Schulzentrum Rankestraße in Hochdahl. Ursprünglich sollte nur das Gymnasium in Alt-Erkrath bedacht werden, was aber eine „Bevorzugung“ sei, wie SPD und Grüne monierten. Zusammen mit Schulleitung, Schülern und Lehrervertretern erarbeitete das Planungsamt bereits ein Raumprogramm fürs neue Gymnasium – in einer Variante, die zunächst von einer Vierzügigkeit ausgeht, aber sich später baulich noch erweitern lässt. Außerdem wird statt einer Zweifach- eine Dreifach-Sporthalle geplant, die auf dem Gelände des heutigen Gymnasiums entstehen soll. An die verkehrliche Erschließung, Fußwegeverbindungen und die Versorgung der Ganztagsschüler wurde gedacht. Bauplatz ist das Grundstück nordwestlich neben dem heutigen Gymnasium, und die Kosten belaufen sich im „Worst Case“-Szenario auf rund 79 Millionen Euro.

Die Grünen hatten Sorge, dass von der dann „modernsten Schule in NRW“ eine Sogwirkung auf andere Stadtteile und Städte ausginge und mahnten die Kostenfrage an. Die SPD wollte die Entscheidung mit der Fortschreibung des Schulentwicklungsplans verknüpfen, was jedoch nochmal ein bis zwei Jahre gedauert hätte.

Ulrike Stamm-Kopplow, Leiterin der Realschule Erkrath, verfolgte die Sitzung mit Interesse und sagte schließlich: „Ich bitte sie, mit unserer Situation genauso sorgsam umzugehen wie mit der des Gymnasiums.“ So tüftelten die Fraktionen einen mehrteiligen Beschlussvorschlag aus, der allen Interessen gerecht werden sollte. Die Realschule soll nun aufwändig saniert und deren Schüler währenddessen im alten Gymnasium untergebracht werden. Die Lösung wird von allen Seiten gelobt als leuchtendes Beispiel, wie Kommunalpolitik gemeinsam funktionieren kann.