Erkrath: Projekt „Höhlenblick“ ist Thema im Ausschuss

Erkrath: Projekt „Höhlenblick“ ist Thema im Ausschuss

Eine Wiese mit ein paar Vermessungsstangen im Boden und Betonkreuze, so sieht bislang der Fundstellen-Park des Neanderthal-Museums an der Talstraße aus. Ganz und gar nicht angetan von der kargen Gestaltung dieses kulturhistorisch so bedeutenden Ortes zeigte sich dann auch manch ein Besucher und schrieb ihm dies ins Gästebuch.

Geplant ist daher schon seit längerem, die Fundstelle mit einem spektakulären Turmbau als Teil des „Masterplans Neandertal“ zu einem Publikumsmagneten zu machen.

19 Meter hoch hinaus zur ehemaligen Lage der Feldhofer Grotte – dort wurden 1856 die Knochenreste des Neandertalers entdeckt – soll es den Plänen der Stiftung Neanderthal Museum nach gehen. Über eine Doppelhelix-Konstruktion gelangen Besucher dann ohne Treppen oder Aufzug barrierefrei zur Spitze, gekrönt von einem Riesenmodell der Schädelplatte des Neandertalers. Dort installierte Digital-Fernrohre sollen den Blick auf Darstellungen des Orts zur Eiszeit oder im 19. Jahrhundert ermöglichen. Das gesamte Projekt trägt den Titel „Höhlenblick“.

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Für diese und weitere Veränderungen im Umfeld des Museums soll der Erkrather Planungsausschuss in seiner Sitzung am 15. Januar die Offenlegung des dazugehörigen Bebauungsplanentwurfs beschließen. Ziel der Planung ist es, die Fundstelle des Neanderthalers zeitgemäß zu überabeiten. Im Wesentlichen beinhaltet sie den Turmbau sowie die Errichtung eines Felssockelgrabens unterhalb des Geländeniveaus, in dem die südliche Felswand der Fundstelle fossiler Knochenreste aus der Feldhofer Grotte freigelegt und somit zu einem begehbaren Zeitzeugnis wird.

Das alles soll der Verbesserung und Ausweitung des Besucher-Angebots im überregional bekannten Neandertal dienen und den Tourismus sowie die lokale Wirtschaft stärken. Die Überarbeitung der Fundstelle ist ein wichtiges Modul des Gesamtkonzeptes „Masterplan Neandertal“. Als nächste Verfahrensschritte steht unter anderem nun die öffentliche Auslegung an.

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