Erkrath: Neuer Italiener "La Passione" belebt die Bahnstraße

Erkrath : Neuer Italiener belebt die Bahnstraße

Die ehemalige Postwirtschaft hat sich optisch verändert. „La Passione“ heißt das neue italienische Restaurant.

Die Feuertaufe ist überstanden. In der ehemaligen Postwirtschaft an der Bahnstraße 25 in Erkrath haben sich der neue Wirt Ercoline Stabile und sein Team etabliert. Seit knapp vier Wochen belebt das italienische Restaurant „La Passione“ endlich wieder die Bahnstraße. Das wurde aber auch Zeit, denn die traditionsreiche Postwirtschaft musste mehr als fünf Jahre auf einen neuen Pächter warten. Die Beteiligten sind zufrieden. Die Erbengemeinschaft Familie Schneider hat endlich einen kompetenten und erfahrenen Pächter gefunden. Und  Ercolino Stabile und seine Lebensgefährtin Virginia Derbakov freuen sich, im Erkrather Stadtzentrum ein geeignetes Ladenlokal gepachtet zu haben.

Vorher bewirtschafteten sie zwei Jahre lang das Bahnhofsrestaurant in Hilden. „Zu  weit vom  Schuß“, ist ihr Urteil. In früheren Jahren hatte Ercolino ein Restaurant in Dinslaken betrieben. Der Wohnsitz ist nach wie vor immer noch Meerbusch. Aber in Erkrath wollen sie heimisch werden. Auch wenn sie sich in Alt-Erkrath für keinen ganz einfachen Standort entschieden haben. Denn von Leerständen, niedriger Aufenthaltsqualität und ausbleibender Kundschaft macht die Bahnstraße immer wieder von sich reden. Doch denn Start haben die neuen Pächter gut gemeistert. „Als wir am 20. Juli eröffnet haben, kamen gefühlt 100 Erkrather zur gleichen Zeit herein“, erinnert sich Debakov. „Wir mussten einige Besucher auf einen späteren Zeitpunkt vertrösten, weil alles belegt war.“

Stolz sind die Wirtsleute auf die ersten Stammgäste. Der Wirt ist Küchenchef. Assistiert wird er von vier Küchenhilfen. „Wir suchen noch einen fünften Mann in der Küche“, sagt Stabile, „und einen Kellner brauchen wir auch noch“. Die Wirtin bedient Theke und Gäste. „Eigentlich macht jeder alles“, erklärt sie. An  manchen Tagen hilft  auch ihre Tocher Snezana aus. „Die Lieblingsbeschäftigung meiner Mutter ist das Dekorieren“, sagt sie. Das sieht man der freundlichen Trattoria-Atmosphäre an. Die traditionsreichen blauen Delfter-Kacheln des vorigen Pächters sind unter weißen Tapeten verschwunden. „Das hätte nicht zu uns gepasst“, sagt die Wirtin. Vier Wochen lang war renoviert worden. Was noch nicht perfekt zum italienischen Flair passt, wird irgendwann ausgetauscht. „Es muss ja nicht alles auf einmal sein“, sagt Virginia Derbakow.

„Wir haben eine Auswahl von 450 italienischen Weinen“, erklärt Ercolino Stabile, der in Kalabrien geboren ist. Die Biere werden von den Brauereien Füchschen, Erdinger, Stauder und Bolten angeboten. Was das Essen betrifft, so bietet er alles, was man sich von der italienischen Küche wünscht. Und die Mittagskarte preist abwechselnd traditionelle Gerichte wie Spaghetti Bolognese (die er Alt-Erkrath nennt) oder Lasagne an. Alle Gerichte kosten mittags sechs Euro. Da das Restaurant noch nicht  über einen Festnetzanschluss verfügt - der wird erst in den nächsten Tagen eingerichtet - ist es derzeit unter Tel. 0157-85117643 zu erreichen.

(gund)
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