Erkrath: Naturschützer starten Bürgerbegehren

Erkrath: Neanderhöhe: Naturschützer starten Bürgerbegehren

Mitglieder sammeln Freitag und Samstag Unterschriften. Die CDU verteidigt währenddessen ihre befürwortende Haltung.

(arue) Die Naturschutzgemeinschaft (NSG) Neanderhöhe hat jetzt ein Bürgerbegehren zum Schutz der Neanderhöhe in Alt-Hochdahl gestartet. Das teilte Peter Knitsch gestern in einer Presseerklärung mit. Ziel des Bürgerbegehrens ist es, dass die Flächen am Rande des Naturschutzgebietes von der Stadt nicht verkauft werden und auch keine Erschließung durch Straßen, Kanäle und andere Infrastruktur erfolgt.

Für das Begehren sind ca. 2600 Unterschriften notwendig. Das sind rund sieben Prozent der Wahlberechtigten. Kommt diese Anzahl von Unterschriften in den nächsten Wochen zusammen, entscheidet der Stadtrat, ob er dem Bürgerbegehren nachkommt. Tut er dies nicht, muss es an einem vom Rat noch festzulegenden Termin zu einer verbindlichen Abstimmung über das Vorhaben kommen.

Unabhängig von diesem Begehren setzt sich die NSG Neandertal auch weiterhin dafür ein, dass der Bebauungsplan für das Gewerbegebiet erst gar nicht beschlossen wird. Darüber wird in einer öffentlichen Bürgerversammlung am Dienstag, 27. November, um 19 Uhr im Hochdahler Bürgerhaus diskutiert. Anfang Dezember stimmen darüber der Umweltausschuss sowie der Stadtrat ab.

Währenddessen verteidigt die CDU Erkrath in einer Pressemitteilung ihre befürwortende Haltung zur Bebauung an der Neanderhöhe. „Die wichtigste Einnahmequelle der Stadt ist die Gewerbesteuer“, argumentiert Vorsitzender Christian Untrieser. Erkrath habe mit 28 Quadratmetern Gewerbefläche pro Einwohner die niedrigste Pro-Kopf-Gewerbefläche im Kreis Mettmann. Mit dem Gewerbegebiet an der Neanderhöhe würden „verträgliche 3,4 Hektar zusätzliche bebaubare Gewerbefläche“, geschaffen. Dort soll nur nicht-störendes Gewerbe, also vornehmlich Büronutzung mit Lagerflächen, angesiedelt werden. Der Kämmerer erhoffe sich dadurch einen jährlichen Mehrertrag an Steuern in Höhe von zwei Millionen Euro. „Außerdem benötigen die vorhandenen Unternehmen in Erkrath Erweiterungsmöglichkeiten, die wir derzeit nicht haben“, betont Untrieser. „ Mit dem Lückenschluss an der Neanderhöhe tragen wir also nicht nur zum Haushaltsausgleich bei, sondern wir sichern uns vor allem für die Zukunft ab.“

Die Naturschutzgemeinschaft sammelt Unterschriften am kommenden Freitag, 23. November, 9.30 bis 12 Uhr, auf dem Wochenmarkt in Alt-Erkrath (Bavierstraße vor dem Eingang zum Baviercenter) sowie am Samstag, 24. November, von 10 bis 13 Uhr auf dem Hochdahler Markt (Eingang Edeka).

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