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LGBTQ-Community im Mittelpunkt Nächster CSD-Infotag in Hochdahl soll größer werden

Erkrath · Die Beteiligten ziehen ein positives Fazit der Premiere auf dem Hochdahler Markt – auch wenn das Etikett bei manchem Besucher andere Erwartungen geweckt haben mag.

Sind zufrieden mit der Resonanz auf den 1. Hochdahler CSD (von links):  Xenia, Toni Nezi, Ute und Patricia.

Sind zufrieden mit der Resonanz auf den 1. Hochdahler CSD (von links):  Xenia, Toni Nezi, Ute und Patricia.

Foto: Susann Krüll

Wer am Samstagvormittag nicht bereits mit dem Ziel aufgebrochen war, sich beim 1. Erkrather CSD am Hochdahler Markt über die LGBTQ-Community zu informieren, der nutzte dennoch auf dem Weg zum Einkauf die Gelegenheit dazu. Bis zu 60 Personen zählten die Organisatoren von SPD und Gendertreff gleichzeitig an den Ständen. „Wir haben bei der Vorbereitung über den Namen diskutiert, unter dem wir die Veranstaltung bewerben. Wir sind dann bei CSD [Christopher Street Day, Anm. der Redaktion] geblieben. Denn schließlich muss man nicht zwangsläufig mit einem bunten Umzug auf die Themen Vielfalt und Toleranz gegenüber allen Menschen aufmerksam machen,“ erläuterte Toni Nezi, SPD-Ortvorsitzender und Mit-Organisator des ersten CSD. Vorstandskollegin Ulrike Haase bezeichnete die Frage danach, wie die Erkratherinnen und Erkrather auf die Initiative reagierten, als „interessiert und fröhlich.“ Der erste Aufschlag sei positiv verlaufen und es sei bereits jetzt geplant, beim nächsten Mal mit noch mehr Teilnehmern gleich den gesamten Markt zu nutzen.

„Besonders schön fanden alle, dass viele Menschen aus der Community, die hier in Erkrath leben, vorbeigekommen sind“, berichtete Marc Klement, der sich bei der Arbeitsgemeinschaft „SPDqueer“ Düsseldorf engagiert, und ergänzte: „Übergriffe auf LGBTQ-Menschen haben in der letzten Zeit zugenommen. Das ist absolut nicht okay.“ Daher sei es richtig, gerade jetzt zu informieren. „Alle müssen sich unterhaken, um für eine liberale und tolerante Gesellschaft einzustehen“, ergänzte Dirk Jehlen, ebenfalls aktiv bei „SPDqueer“.

Auch am Stand des Vereins Gendertreff, der Selbsthilfegruppen für Transgender-Menschen anbietet, wurden einige Gespräche mit allgemein Interessierten sowie Betroffenen geführt. So fiel die Resonanz auf den ersten CSD in Erkrath dort ebenfalls positiv aus, auch wenn der Titel wohl „andere Erwartungen weckt“, wie Xenia anmerkte, Vorsitzende von Gendertreff. „Unser Selbsthilfe-Treff wurde 2017 in Erkrath gegründet und wir haben zweimal unsere Messe und Fachtagung im Bürgerhaus abgehalten“, erzählte die 1958 im Körper eines Mannes geborene Frau, die ihr „Schicksal“ ganz pragmatisch sieht: „Eine Trans-Identität ist einfach ein Geburtsfehler, keiner macht sich selbst. So simpel ist das.“ Der Weg zur eigentlichen Identität sei bei jeder oder jedem, die oder der „im falschen Körper geboren wurde“, individuell. Es sei daher wichtig, dass Eltern früh den Kontakt zu Ärzten und Psychologen oder eben zum Gendertreff-Verein suchten.

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