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Erkrath: Kreative setzen im Kunsthaus den Wandel in Szene

Bis 4. September zu sehen : Ausstellung: Wie Kreative den Wandel in Szene setzen

Die neue Schau im Kunsthaus Millrath ist Ergebnis eines bundesweiten, jurierten und prämierten Wettbewerbs vom Förderkreis Kunst und Kulturraum.

Nichts ist beständiger als der Wandel, der somit auch eine ertragreiche, weil niemals versiegende Quelle für schöpferische Menschen ist. 300 von ihnen haben sich aus vielen Winkeln der Republik für die jurierte Ausstellung im Millrather Kunsthaus beworben – und 26 konnten mit 30 Arbeiten vor den kritischen Blicken der Juroren Barbara Bußkamp (Abteilungsleiterin Kultur und Tourismus beim Kreis Mettmann), Wilfried Gerlach (freischaffender Maler und Bildhauerei) und Wolfgang Sendermann (Förderkreis Kunst und Kulturraum Erkrath) bestehen. Die Eröffnung der vielfältigen Ausstellung am Samstag, 20. August, um 15 Uhr, wird Erkrather Wirten wieder einige Übernachtungsgäste bescheren. Denn die Teilnehmer kommen (einige mit Familie) eben nicht nur aus Erkrath, Monheim, Leverkusen, Köln, Bonn, Krefeld, Düsseldorf, Neuss oder Essen, sondern auch aus Darmstadt, Ludwigshafen, Lohr am Main, Tübingen-Hirschau, Frankenthal, Zell am Aichelberg, Berlin, Halle und Zerbst. Vor allem die rege Beteiligung aus Deutschlands Osten ist Organisator Sendermann diesmal aufgefallen. Gut so, sagt er, denn die Ausstellungen, die in jedem Jahr ein anderes Thema haben, möchten in der Summe möglichst die komplette Republik abbilden. Als Vertreter des Ostens ist zum Beispiel Klaus Fezer aus Zerbst im Landkreis Anhalt-Bitterfeld vertreten, mit einem gesellschaftskritischen Ölgemälde, das den Titel „Und wieder glauben sie den Beschwörern“ trägt. Thomas Kober aus Halle an der Saale fordert mit einer Cyanotopie (Eisenblaudruck), die sich buchstäblich gewaschen hat, die menschliche Wahrnehmung heraus. Und die Wahl-Ostberlinerin Anna Katharina Zeitler lädt mit ihrer Fotografie „Old Hildebrand“ zur Auseinandersetzung mit den Linien ein, die das Alter früher oder später jedem ins Gesicht schreibt.

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Als Lokalmatadorinnen präsent sind Anna Owsiany-Masa mit einem Triptychon, das die allzu allgegenwärtigen QR-Codes auf Korn nimmt, Birgit Lemm mit Schaufensterpuppen-Porträts von sehr realistisch bis total abstrakt, und Ulrike Korsten mit malerisch dahinsterbenden Hortensien auf Büttenpapier, die schon die Besucher der städtischen „Erk@Art“ begeisterten und 2019 mit deren Jurypreis bedacht wurden. Auch die Kunsthaus-Schau hat etwas zu vergeben. Bürgermeister Christoph Schultz wird bei der Eröffnung den Jurypreisträger bekannt geben, und später soll auch noch ein Publikumspreis gekürt werden, über den die Ausstellungsbesucher abstimmen.

Kunsthaus Erkrath, Dorfstraße 9-11, 20. August bis 4. September, sa. 15-18, so.11 bis 18, mi. 17-19 Uhr, Eintritt frei.