Erkrath: Hochdahler Chöre begeistern ihr Publikum

Erkrath : Hochdahler Chöre begeistern ihr Publikum

Einen gelungenen Mix aus Klassik und Moderne präsentierten die engagierten Sänger Samstag und Sonntag.

Das Wichtigste vorab: Das Chorkonzert der Hochdahler Chöre in der Stadthalle Erkrath am Wochende war ein Erlebnis. Fast 100 Sänger boten weltbekannte Chormusik vom Volkslied über Opernchor-Kompositionen bis hin zur Popmusik. Abwechslungsreicher geht es nicht. Die Zuhörer der beiden ausverkauften Galakonzerte am Samstag und am Sonntag waren allesamt zufrieden.

Nach guter, bewährter Konzertdramaturgie kam das Beste nach der Pause. Zu Beginn jedoch zeigte jeder der zwei Chöre sein Können: Der Hochdahler Männergesangverein 1909 und der Frauenchor Hochdahl 1942. Bierernst sangen die Männer ein Loblied auf das Bier von Friedrich Smetana. Die Frauen sangen im Verlauf des ersten Teils das traurige irische Volkslied „Salley Gardens“ von unerfüllter Liebe, wirklich einfühlsam. Als die beiden Chöre vor der Pause das La Gioconda aus „Die verkaufte Braut“, ebenfalls von Smetana, gemeinsam sangen, entwickelte sich ein gemischter Chorgesang, der sich hören ließ.

Publikumsmagnet und Charmeur des Samstagnachmittags war der junge spanische Tenor Eduardo Aladrén. Auf vielen Opernbühnen der Welt zu Hause – auch in Düsseldorf – und mit noch mehr Opernrollen bestens vertraut, beflügelte er zunächst den Männerchor mit dem berühmten Stück „Es war einmal am Hofe von Eisenack“ aus Hoffmanns Erzählungen von Jacques Offenbach. Als er am Ende des Konzerts den Welthit „Granada“ und später als Zugabe noch das „Nessun dorma“ sang, lag ihm das Erkrather Publikum endgültig zu Füßen.

Aber was wären die Hochdahler Chöre ohne ihre Ausnahmekünstler, Chorleiter Professor Thomas Gabrisch und Operndirektor Stephen Harrison. Ihre professionelle Liebe zur Musik beflügelte die Aktiven. Gabrisch spornte seine Sänger an und Harrison begleitete alle Musiker – wie bewährt einfühlsam und routiniert – am Klavier. Als Moderator des Galakonzertes konnte er so manche Auskunft geben über Kompositionen, Hintergründe, Anekdoten. Allerdings, von Popmusik versteht er wenig, sagte er. Und genau diese Musik hörten die Zuhörer im zweiten Teil des Konzerts, zuweilen jedenfalls.

Der berühmte „Earth Song“ von Michael Jackson oder den Refrain „Und immer wieder gibt es dieselben Lieder“ von den Toten Hosen sang der Frauenchor so überzeugend, dass Dirigent Thomas Gabrisch sehr zufrieden schien. Auch die René Leszynski-Group mischte das Programm popmusikalisch mächtig auf. Schon zum zweiten Mal waren sie auf Einladung von Prof. Gabrisch beim Konzert der Hochdahler Chöre dabei. Seine große Musikalität bewies René Leszysnki, als er dann zusammen mit zwei Violinen und einem Cello die Hochdahler Chöre in einer gelungenen Melodienfolge aus dem Zigeunerbaron von Johann Strauß begleitete. Diesen letzten Programmpunkt hatte Prof. Thomas Gabrisch selbst arrangiert.