Alter in Erkrath Caritas: Hier gibt es Hilfe für die Balance und die Gelenke

Erkrath · Die Begegnungsstätte Gerberstraße lässt niemanden lange sitzen. Bei „Tag der offenen Tür“ zeigen die Instruktoren der Bewegungsangebote, was sie können.

 Zeigten beim Mobilitätstag das Tandem, bei dem nebeneinander sitzt: Ulla Böckling (l.) und Anita Hungele.

Zeigten beim Mobilitätstag das Tandem, bei dem nebeneinander sitzt: Ulla Böckling (l.) und Anita Hungele.

Foto: Köhlen, Stephan (teph)

Einmal im Jahr findet in der Begegnungsstätte Gerberstraße ein „Tag der offenen Tür“ statt. Dann können neue Interessenten an Gruppenangeboten teilnehmen. „Diesmal haben wir das Motto ‚Komm, beweg dich mit uns‘ gewählt“, so Monika Thöne, Leiterin der von der Caritas getragenen Begegnungsstätte.

Los ging es mit dem „Gelenk-Kurs“, den Sportpädagogin Sonja Stein leitet. Ziel ist es, im Alter gelenkschonend die Beweglichkeit zu erhalten. Sie machte gleich weiter mit ihrem „Balance-Kurs“. Die Besucher des ersten Angebots blieben größtenteils, denn das ergänzte den ersten Kurs perfekt. „Mit zunehmenden Alter verliert man die Sicherheit beim Gehen. Dem kann man mit den Übungen entgegenwirken, die wir hier zur Stärkung des Gleichgewichts machen“, so Sonja Stein.

Eine Dame war extra gekommen, um zu testen, ob dieses Angebot für sie infrage kommt. Es hat sie überzeugt. Anita Hungele von der Begegnungsstätte versuchte unterdessen, die meist weiblichen Gäste nach Kursende zu überreden, eine Runde mit dem „E-rath-Tandem“ zu drehen, das vor der Begegnungsstätte parkte. „Wir haben das elektrisch betriebene Tandem, bei dem man nebeneinandersitzt und sich beim Fahren prima unterhalten kann, im letzten Jahr angeschafft“, erzählt Hungele, die eine Runde gemeinsam mit Ulla Böckling drehte. Einen Helm zu tragen ist dabei Pflicht. „Ach, das macht meinen Haaren nichts“, so die unternehmungslustige Dame. Interessenten können das E-Tandem bei Anita Hungele buchen (Telefon 0211 24 3653) oder im Haus Bavier (0211 2405290, AP: Silvia Uslayo). Dort steht das Gefährt verschlossen in der Garage. „Wir haben Ältere, bewegungseingeschränkte Menschen oder solche mit demenziellen Veränderungen im Blick gehabt bei der Anschaffung. Denn durch den Elektroantrieb kann es auch die Begleitperson allein bewegen“, so Gabriela Wolpers von der Caritas Fachstelle Demenz, die in der Gerberstraße ihre Basis hat. Sie machte Besucher des „Tags der offenen Tür“ auch auf das Angebot von Nadja aufmerksam, einer Gruppe, bei der „Menschen mit Vergesslichkeit“, wie sie Menschen mit Demenz nennt, zusammen mit ihrer Begleitung Sport treiben können. Für alle Besucher stand, passend zum Thema, ein großer Korb mit Obst bereit, an dem sich alle bedienen durften, die das reichhaltige Angebot der Begegnungsstätte kennenlernen wollten. Infos unter www.caritas-mettmann.de.

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