Erkrath: Fotoausstellung zeigt die schönen Seiten von Sandheide

Erkrath : Ausstellung zeigt die schönen Seiten von Sandheide

Bei einem Workshop schossen die Teilnehmer Fotos zum Thema „Unser Stadtteil“ und stellten diese aus.

Mächtig Mühe gegeben hatten sich die Teilnehmer des zweiten Fotoworkshops, den der „Sozialdienst Katholischer Frauen und Männer Mettmann“ (SKFM) Erkrath in Sandheide angeboten hat. Dabei sollte der Stadtteil von seinen liebenswerten Seiten gezeigt werden, damit sich seine Bewohner noch mehr mit ihrer Umgebung identifizieren können

Bei der Präsentation dieser Werke begrüßte jetzt Bertholth Santjer, Fachbereichsleiter des SKFM, die Teilnehmer und Gäste und dankte ganz besonders Wolfgang Treffeisen, mit dessen professioneller Hilfe die schmuckvollen Arbeiten gelangen. Der diplomierte Physiker betreibt in Benrath eine Galerie und hat über sein Engagement beim SKFM die Leitung über den Workshop übernommen. Zusätzlich hatte sich Matthias Königsberg vom Arbeitslosenzentrum des Sozialdienstes in das Projekt eingebracht und verhehlte nicht die Schwierigkeiten, geeignete Räume für die Ausstellung zu finden.

Die Teilnehmer des Workshops sind glücklich mit dem neu Erlernten und freuten sich, ihren Stadtteil von seinen schönen Seiten darstellen und dabei in Erinnerungen schwelgen zu können.

Ulrike Winkelhane aus Erkrath war zum zweiten Mal aktiv an dem Projekt beteiligt und erzählte von der Freude, die ihr diese Arbeit macht. „Ich wollte einfach lernen, mit einer Spiegelreflexkamera umzugehen und konnte nun beim zweiten Kurs auch schon Hilfestellung geben“, berichtete sie strahlend. Ihr Foto von dem Spielplatz mit seinen bunten Spielgeräten bestätigt ihre Begeisterung.

Nina Frensch aus Hochdahl beschrieb die vielen guten Erinnerungen, die sie an ihre Heimat hat. Sie ist in der Sandheide groß geworden und träume noch heute von den vielfältigen Kontakten und Freundschaften, die ihre Kindheit und Jugend in der Sandheide so reich und schön gemacht haben. „Wir hatten immer jemanden zum Spielen, im Sommer wurde ein Planschbecken aufgestellt und später auf dem Schulweg kauften wir uns ein ‚Fortunabrötchen’ beim Bäcker“, schilderte sie ihre wertvollen Erinnerungen. Die Verbundenheit zu ihrer ehemaligen Heimat spricht aus ihren Fotografien: Der „Du, Ich, Wir“-Kräutergarten und vor allem der „Waldweg“, der sie als Jugendliche bis zum Hildener Schwimmbad führte.

Anders als im Vorjahr werden die Fotos dieses Jahr nicht für einen Kalender verwendet, sondern zieren Postkarten, die kostenfrei an Interessierte abgegeben werden. Warum kostenfrei? „Es soll die Aktion bekannter machen und noch mehr Leute ermutigen, sich anzuschließen“, erklärt Wolfgang Treffeisen. Und auch der SKFM, das Quartiersmanagement und natürlich die Stadt Erkrath, die diesen Kurs finanziert hat, sind an dem Erfolg des Gemeinschaftsprojektes interessiert und hoffen auf positive Resonanz der Bewohner aus Sandheide – oder derer, die dort einst wohnten.

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