Erkrath: Carsten Hodde ist neuer Leiter der Wache

Erfahrener Beamter : Hochdahl hat einen neuen Wachleiter

Seit dem 1. August ist Carsten Hodde (54) sogenannter Regionalbeauftragter und für die Polizeiarbeit in Erkrath und Hilden verantwortlich.

Steinwürfe auf Busse, Brandstiftung bei Autos und Überfälle auf Tankstellen – die Zeiten sind in Erkrath momentan turbulent, zumindest was die Kriminalität betrifft. Für Hauptkommissar Carsten Hodde ist es eine Herausforderung. Der 54-Jährige ist neuer Leiter der Polizeiwache in Hochdahl.

Die Laufbahn von Hodde begann im Jahr 1980: Mit 16 Jahren hat er bei der Polizei angefangen, einen Großteil seiner Karriere, 33 Jahre, war er in Leverkusen in den unterschiedlichsten Bereichen als Polizist tätig, darunter fielen auch viele administrative Aufgaben. Im Jahr 2016 wurde er dann Dienstgruppenleiter und war in den Städten Langenfeld, Mettmann und Velbert tätig.

Am 1. März 2018 wurde er zunächst zum kommissarischen Leiter der Polizeiwache Hochdahl, ab dem 1. August ist er offiziell neuer Wachleiter. Hodde ist bezirksübergreifend für die Polizeiarbeit in den Aufgaben des Bezirks- und Schwerpunktdienstes in Erkrath und Hilden verantwortlich.

Damit ist er für vier Bezirksbeamte in Erkrath, fünf in Hilden sowie einem Pool aus acht Kollegen, die unter anderem Anzeigen aufnehmen, zuständig. Von seinem Schreibtisch blickt der neue Chef auf den Erkrather Stadtweiher. Ruhig und idyllisch ist die Lage für jemanden, dessen Themenspektrum eher turbulent ist. „Ich schätze an der Stadt, dass es hier verschiedene gewachsene Stadtteile wie etwa Alt-Erkrath oder Hochdahl gibt“, sagt der Vater von zwei erwachsenen Kindern, der mit seiner Familie ihm Kreis Mettmann lebt. „Das Zusammenleben von unterschiedlichen Kulturen funktioniert prima.“ Das führt Hodde unter anderem auf gute Netzwerke in Erkrath zurück, und die Zusammenarbeit von Stadt und Polizei.

„Mit Carsten Hodde haben wir einen bürgernahen und erfahrenen Beamten für diese wichtige Position gewonnen“, sagt Erkraths Bürgermeister Christoph Schultz. „Schon in den ersten Monaten hat er gezeigt, dass ihm die Belange der Bürger ein hohes Anliegen sind.“

Gerade jetzt zu Beginn der dunklen Jahreszeit seien präventive Maßnahmen wichtig, um Einbrecher wirkungsvoll abzuschrecken. Aber auch Themen wie etwa die Martinszüge in der Stadt müssten geplant werden, erklärt Hodde. Denn jeder Umzug wird von Bezirksbeamten begleitet.

Seit einigen Wochen beschäftigen den neuen Wachleiter aber auch immer wieder Steinewerfer, Tankstellenüberfälle und auch Autobrände. „Das sind Themen, die ich nicht alleine bewältigen kann“, erklärt Hodde. Demnach sei die Wache vor allem für Auswertungen und Lagedarstellungen zuständig. Gefragt seien vor allem Kollegen mit „starker Ortskenntnis“.

Auch wenn Carsten Hodde seiner Zeit im Außendienst etwas hinterher trauert, so freut er sich doch auch auf sein jetziges Tätigkeitsfeld. Den Job des Polizisten sieht er als spannende, verantwortungsvolle Aufgabe. „Ein Beruf, den ich noch einmal ergreifen würde“, sagt er zurückblickend.

Wichtig dabei sei aber eine gute Grundmotivation: „Man muss den Spaß an der Arbeit schließlich auch über die Jahre hinweg aufrecht erhalten.“

(isf)
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