Jeckes Treiben Buntes Völkchen erobert die Kulturkneipe

ERKRATH · Von anderen Sitzungen unterscheidet sich das Karnevalsfest der Hospiz-Kultur-Kneipe hauptsächlich durch die kleineren Räumlichkeiten. Ablauf und Stimmung dagegen können es durchaus mit der größeren Konkurrenz aufnehmen.

 Teamleiter und Sitzungspräsident Willi Kleinsorge mit dem Kinderprinzenpaar Maximilian I. und Maren I.

Teamleiter und Sitzungspräsident Willi Kleinsorge mit dem Kinderprinzenpaar Maximilian I. und Maren I.

Foto: Köhlen, Stephan (teph)

Die Feier fand erstmals im erst eine Woche zuvor eingeweihten Anbau statt. Es war zwar etwas eng, als die Gesellschaften mit Gefolge einmarschierten, doch dafür konnte man die Tanzgarden und Prinzenpaare hautnah erleben.

„Im Namen von unserem Team begrüße ich sie und freue mich sehr, dass sie so zahlreich erschienen sind“, sagte Teamleiter und Sitzungspräsident Willi Kleinsorge. Das Karnevalsfest, und allgemein das Angebot der Hospiz-Kultur-Kneipe, richtet sich an alle Hochdahler Bürger – nur vereinzelt schaut auch mal ein Bewohner des Franziskus-Hospizes vorbei.

Die Kulturkneipe findet einmal im Monat statt. Neben der Geselligkeit werden oft auch Bilder-Vorträge von fernen Ländern geboten, und immer bereitet das Team nachmittags ein warmes Buffet vor. Dieses war beim Karneval mit Ausnahme der Würstchen kalt, dafür aber gratis – beziehungsweise gegen eine freiwillige Spende ins Sparschwein zu genießen. Doch bevor das Buffet eröffnet wurde, gab es erstmal Live-Musik von „DJ Robby“. „Lasst uns einfach ein bisschen singen und ein bisschen feiern“, kündigte der Entertainer an, der schon seit Jahren im Hospiz auftritt.

Es folgte der Einmarsch des Erkrather Kinderprinzenpaares und der „Hoppedötze“ der Großen Erkrather KG. „Mama Iris träumt seit Jahren schon | Von einer Tochter auf dem Karnevalsthron“ reimte Prinzessin Maren I., und Prinz Maximilian I. bestand darauf, den Prinzenorden erst den Damen und dann den Herren zu überreichen. Das Kinderprinzen-Lied, das die ganze Truppe im Sommer in einem engen Tonstudio aufgenommen hatte, überzeugt mit schöner Melodie. Die Hoppedötze heizten den kostümierten Gästen mit einem Tanz und einer Zugabe ein. Allenthalben wurden reichlich Orden ausgetauscht: Das Hospiz-Team hatte einen eigenen entworfen, und auch die stellvertretenden Bürgermeisterinnen Regina Wedding und Sabine Lahnstein waren gekommen und brachten ihre Bürgermeister-Orden unters Volk.

Der ganze Ablauf wiederholte sich, als das Unterbacher Prinzenpaar Susanne I. und Klaus I. sich die Ehre gab und „Oh du mein Unterbach“ sang. Für Begeisterung sorgte Pfarrer Günter Ernst, der als „Kirchenmaus“ verkleidet eine launige Rede hielt. Nach viel Helau ging der Abend mit einer Prämierung der besten Kostüme zu Ende. „Ich finde das ganz toll. Man wird richtig mitgerissen“, lobte Regina Wedding.

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