Erkrath: Bürger fahren über 60.000 Kilometer beim Stadtradeln

Erkrath : Erkrather radeln über 60.000 Kilometer

258 Bürger nahmen dieses Jahr am „Stadtradeln“ teil. Erkrath prämierte erfolgreiche Radler und verloste Preise unter allen Teilnehmern.

Einen passenderen Rahmen konnte Lena Brümmer, Klimamanagerin der Stadt Erkrath, nicht finden, um die erfolgreichsten Einzelteilnehmer und Teams des diesjährigen „Stadtradelns“ gemeinsam mit der stellvertretenden Bürgermeisterin, Regina Wedding, zu ehren. Auf der Bühne, die anlässlich des Sommerfests mit dem parallel laufenden, von Lena Brümmer organisierten „Mobilitätstag“ aufgebaut war, überreichte die Vize-Bürgermeisterin die hochwertigen Preise.

„Wir haben zwischen allen Teilnehmern, die im Rahmen des Wettbewerbs mindestens 20 Kilometer zurückgelegt haben, die Verteilung der Preise ausgelost“, verrät die engagierte Klimamanagerin Brümmer. So durfte sich Karin Tost, stellvertretend für das Team des „SKFM Erkrath“, über den Hauptgewinn, ein hochwertiges Pedelec und zwei Freikarten für das Neanderbad, freuen. Weitere Gewinne waren Gutscheine von „Radsport Michalsky“ im Wert von 20 bis 40 Euro sowie zwei Eintrittskarten für das Bad an der Neanderhöhe. Diese gingen an Teilnehmende aus den Teams „Timocom“, „Offenes Team Erkrath“ und „Quattro Stagioni“. Über Inspektionsgutscheine der Firma „Evelo Arbeiter“ sowie Eintritte ins Neanderbad freuten sich Mitglieder der Teams „Begegnung in Erkrath“ und erneut solche vom „SKFM Erkrath“.

Die meisten Kilometer legte das Team „Timocom“ mit insgesamt 9395 Kilometern zurück, was den Teilnehmenden 26 Freikarten zum Schwimmen im der Firma schräg gegenüberliegenden Bad einbrachte. Die meisten Kilometer pro Teilnehmer hat das Team „Neanderthal biKing“ um Kapitän Herbert König mit 1072 Kilometern erradelt. Auch er erhält zwei Gutscheine für das Bad

Mit mehr als 60.689 Gesamtkilometern übertrafen die 258 Frauen und Männer aus 22 Erkrather Teams das Vorjahresergebnis (45.000 Kilometer bei 250 Teilnehmern) deutlich, landeten damit allerdings kreisweit nur auf dem siebten Platz. Anders als Ratsmitglied Schmidt verbucht Lena Brümmer dieses Ergebnis auf der „Haben-Seite“ für das Klima. Immerhin seien somit 8600 Kilogramm CO2 eingespart worden, hieß es. Das aber zweifelte ein CDU-Mitglied des Ausschusses für Planung und Verkehr in der letzten Sitzung allerdings an: „Bei aller persönlicher Wertschätzung für sie, Frau Brümmer“, wie er in Richtung der Klimamanagerin versicherte: „Ich glaube nicht, dass man von einer so hohen Einsparung ausgehen kann. Ich würde ja auch nicht das Auto nehmen, sondern das Fahrrad, wenn ich um den Unterbacher See fahren will. Insofern ist eine Aktion wie das ‚Stadtradeln’ meiner Meinung nach nichts als Augenwischerei“, urteilte er.

Da wohl viele der mit dem Rad zurückgelegten Kilometer sicher nicht nur bei Sonntagsausfahrten zusammengekommen sind, sondern indem die Teilnehmer bewusst auf das Auto verzichtet haben, wie es Sinn dieser Aktion ist, kann sich die Umwelt bei allem Zweifel über eine gehörige Schadstoffeinsparung freuen – zumal die Aktion bundesweit stattfindet.

Mehr von RP ONLINE