Sauberkeit in der Stadt Gemeinsam gegen die Flut von Pizzakartons

Erkrath · Der SPD geht der Vorstoß der CDU nicht weit genug. Ihr schwebt eine tiefer gehende Lösung des Abfallproblems im öffentlichen Raum vor. Es soll einen gemeinsamen Antrag geben.

 Pizzakartons sind schnell geleert, bleiben aber noch lange ein Abfallproblem.

Pizzakartons sind schnell geleert, bleiben aber noch lange ein Abfallproblem.

Foto: dpa-tmn/Christin Klose

Der zunehmende Verpackungsmüll in der Stadt beschäftigt nicht allein die CDU, auch die SPD macht sich Gedanken. Den Vorstoß der Christdemokraten, pizzakartontaugliche Abfallbehälter an den Knotenpunkten Hochdahler Markt, Bavierplatz und Neuenhausplatz aufstellen zu lassen, finden die Genossen zwar „nicht schlecht“. Er geht ihnen aber nicht weit genug. Am Montag hat die Ratsfraktion darüber diskutiert und festgehalten, dass man das Problem tiefer angehen und den Müll vermeiden wolle, statt Entsorgungsmöglichkeiten auszuknobeln.

Ratsmitglied Peter Urban hatte bereits vor zwei Jahren ermittelt, dass und wo wiederverwendbare Pfandsystem-Verpackungen angeboten werden. Dieses Modell will die SPD nun auch für Erkrath vorschlagen, während der Pandemie-Zeit war ihr Vorschlag offenbar untergegangen, obwohl gerade in dieser Zeit reichlich Verpackungsmüll fürs Essen zum Mitnehmen angefallen war. Die Pandemie ist abgehakt, die Lust der Erkrather auf Essen aus Schalen und Kartons ist geblieben.

Peter Urban hat seine Pläne mit der CDU vorbesprochen und die beiden Parteien wollen nun in der Umweltausschuss-Sitzung am 15. August einen gemeinsamen Antrag in der Sache vorlegen. Er zielt auf ein möglichst einheitliches Pfandsystem für Pizzen, Pommesbudenprodukte und gegebenenfalls auch Kaffeebecher. Für die Betreuung von Pizzakarton-Sammelanlagen habe die Stadt gar nicht genug Leute oder Fahrzeuge, die für die Leerungen ausrücken könnten. Zumindest an den Wochenenden dürfte das Aufkommen groß sein.

(hup)
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