Natur in Erkrath Am Thekhaus müssen sechs Bäume fallen

Erkrath · Diese sechs Bäume seien entweder bereits abgestorben oder durch Trockenheit und Fäulnis stark geschädigt. Sie drohen umzufallen. Deshalb werden sie nun gefällt.

 Im Bereich Thekhaus/Neanderkirche müssen sechs abgestorbene und kranke Bäume gefällt werden (Symbolbild).

Im Bereich Thekhaus/Neanderkirche müssen sechs abgestorbene und kranke Bäume gefällt werden (Symbolbild).

Foto: dpa/Jens Büttner

Voraussichtlich in der letzten Februar Woche müssen zur Herstellung der Verkehrssicherheit an der Straße Thekhaus und im Bereich Neanderkirche/Friedhof auf der Waldfläche sechs Bäume entnommen werden. Die Bäume seien allesamt abgestorben oder derart stark durch Trockenheit und Fäulnis geschädigt, dass die Standfestigkeit nicht mehr gegeben sei. Das teilt die Stiftung Naturschutzgebiet Bruchhausen mit

In den vergangenen Jahren sein bereits zahlreiche Bäume aufgrund der Faulstellen gebrochen. Die Dringlichkeit der Maßnahme werde hierdurch belegt. Sowohl der Asphaltweg am Thekhauser Bach als auch der Fußweg Neanderkirche Richtung Thekhaus seien stark frequentierte Verbindungswege zwischen Alt-Hochdahl und dem Neanderthal-Museum und Spielplatz. Fußgänger und Radfahrer werden gebeten, auf die Fällarbeiten zu achten und kurzfristige Sperrungen während der Fällung zu respektieren. Im Interesse der eigenen Gesundheit.

Die betroffenen Waldstücke sind Teil des FFH-Gebietes Neandertal und als Erlen-Eschen-Auenwald besonders geschützt. Die Maßnahme erfolgt daher in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde bei der Stadt. Vor allem auf Amphibien und die lebensraumtypische Bodenflora werde bei den Fällungen besondere Rücksicht genommen. Eine entsprechende naturschutzfachliche Expertise wird bei der Maßnahme berücksichtigt.

Die Entnahme der sechs Bäume – eine Rotbuche, vier Berg-Ahorne, eine Rosskastanie – am Thekhaus sei höchst bedauerlich. Naturnaher Wald ist ein wichtiger Rückzugsraum, vor allem in einem Ballungsraum wie dem Kreis Mettmann. Der bei der Maßnahme betroffene Eschen-Erlen-Auenwald ist als wertvoller Waldlebensraum durch EU-Recht besonders geschützt. Zudem ist der Wald in Stadtnähe auch für die Erholung der Menschen wichtig. So groß der Nutzen des Waldes gerade im Ballungsraum ist, so schwierig ist dort jedoch auch der Erhalt alter und/oder ökologisch wertvoller Bäume. Eine hohe Wegedichte macht hier immer wieder Verkehrssicherungsmaßnahmen notwendig.

Alte und kranke Bäume – also oft die ökologisch besonders wertvollen – können daher entlang von Straßen, Bahnlinien, Wohnbebauung ganz absehbar nicht bis zum natürlichen Verfall bleiben.

(dne)
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