Erkrath: 25-jähriges Jubiläum der Physiotherapie Kathrin Hölz

Erkrath : Die Physiotherapie steht in einem ständigen Wandel

Seit 25 Jahren betreibt Kathrin Hölz eine Praxis für Physiotherapie in Erkrath. Sie hat ihr Angebot an die stetige Veränderung im Fachbereich angepasst.

In der physiotherapeutischen Behandlung hat sich in den letzten Jahrzehnten viel verändert, ist die Erfahrung von Kathrin Hölz. Die Physiotherapeutin feiert dieses Jahr das 25-jährige Jubiläum ihrer Praxis und blickt zurück auf die erinnerungsträchtige Zeit: Von der ersten Praxis an der Morper Allee bis zu jener an der Bavierstraße 1 unter der Bahnsteighalle. Immer wieder hat die gebürtige Erkratherin ihre Angebote neu auf die Bedürfnisse der Patienten ausgerichtet. Während früher eher die Patienten mit akuten Gesundheitsproblemen zu ihr kamen, richtet sich heute der Schwerpunkt der Arbeit auch auf die Prophylaxe im Alter.

Die sieben Physiotherapeutinnen der Praxis besuchen dazu regelmäßig Patienten in den Seniorenheimen Rosenhof Erkrath und Hochdahl, Haus Bavier und Haus Bodelschwingh sowie das CBT-Heim. „Für 99 Prozent der Patienten dort ist es das Wichtigste, alleine aufstehen oder kurze Wege selbständig machen zu können“, sagt Kathrin Hölz und fährt fort: „Und wir helfen ihnen, diese Erfolgserlebnisse zu erhalten oder zu erreichen“.

Sturzprävention sei ein weiteres wichtiges Thema in der Physiotherapie mit älteren Menschen heutzutage. Um das Gleichgewicht halten zu können, müssen Muskeln gefordert und trainiert werden – in jedem Alter, weiß die Therapeutin. Die Beckenbodengymnastik gehöre selbstverständlich auch zum Angebot der Praxis, ergänzt Hölz. Ferner ist die Kieferbehandlung ein neuer Schwerpunkt für die Erkrather Praxis. Dazu arbeiten die Physiotherapeuten eng mit Zahnärzten zusammen. Eine Erkenntnis der Arbeit ist unter anderem, dass Kopfschmerzen zuweilen im Zusammenhang mit falschen Zahnstellungen und erhöhtem Muskeltonus, also einem Spannungszustand der Muskeln, und Stress entstehen. Nach genauem Befund wird mit dem Patienten eine individuelle Behandlung abgestimmt.

Spezielle Schulungen der Mitarbeiter helfen zudem, mit den Patienten über ihre Probleme zu reden. „Wenn der Leidensdruck hoch ist, sind die Menschen froh, darüber sprechen zu können“, ist die Erfahrung. „Am meisten freue ich mich jedoch, wenn ein Patient die ersten kleinen Erfolge erkennt“, sagt Kathrin Hölz. Mit der ebenfalls in jüngerer Zeit erfolgreichen Betriebsphysiotherapie erfährt die Fachfrau Anerkennung. „Wir machen Rückenschulung, organisieren Gesundheitstage oder prüfen zum Beispiel die Ergonomie am Schreibtisch.“ Am liebsten besuche sie kleine oder mittlere Betriebe, gibt Hölz an. Und steuerlich absetzbar seien die Trainingskurse obendrein.

Für Kathrin Hölz und ihre Mitarbeiterinnen ist in allen Fällen das Ziel, eine Behandlung zusammen mit dem Patienten zu erarbeiten. Sportlich sind die Physiotherapeutinnen ebenfalls. Hölz sieht die körperliche Aktivität als immer wieder bewussten Ausgleich zu dem anstrengenden und anspruchsvollen Beruf. Und dennoch: Einen schöneren Beruf hätte sie sich nicht vorstellen können.

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