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Düsseldorf: Reserveoffizier der Bundeswehr als mutmaßlicher Spion vor Gericht​

Prozessauftakt in Düsseldorf : Reserveoffizier der Bundeswehr als mutmaßlicher Spion vor Gericht

Ab diesem Donnerstag, 11.8., muss sich ein Reserveoffizier der Bundeswehr aus Erkrath wegen geheimdienstlicher Agententätigkeit vor dem Oberlandesgericht in Düsseldorf verantworten. Er soll einen russischen Geheimdienst jahrelang mit Informationen versorgt haben.

Laut Anklage der Bundesanwaltschaft hat der 65-Jährige aus Erkrath bei Düsseldorf Informationen zum deutschen Reservistenwesen und zur zivil-militärischen Zusammenarbeit in Krisensituationen verraten. Außerdem sei es um die Auswirkungen der 2014 verhängten Russland-Sanktionen und die inzwischen gestoppte Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 gegangen.

Weiterhin soll der Mann den Russen private Kontaktdaten von hochrangigen Angehörigen der Bundeswehr und aus der Wirtschaft gegeben haben. Auch die Sicherheits- und Verteidigungspolitik der USA und ihrer westlichen Verbündeten sei ein Thema gewesen.

Die Dokumente und Informationen stammten laut Anklage teilweise aus öffentlichen, aber auch aus nichtöffentlichen Quellen. Bei der Reserve der Bundeswehr stand der Mann einem Kreisverbindungskommando als stellvertretender Leiter vor. Das Gericht hat für den Fall bis Mitte Dezember 20 Verhandlungstage angesetzt.

(toc/dpa)