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Erkrath: Diese Graffiti sind ausdrücklich gewollt

Erkrath : Diese Graffiti sind ausdrücklich gewollt

Der Förderverein der Realschule Hochdahl hat 6000 Euro zur Verfügung gestellt, um das Treppenhaus der Schule freundlicher zu gestalten. Dafür wurden Graffiti-Künstler engagiert, die beherzt zur Spraydose griffen.

Viele Schulgebäude sind in die Jahre gekommen. Da macht die Realschule im Schulzentrum Rankestraße in Hochdahl keine Ausnahme. Die rauen Kieselwände im Treppenhaus zeugten noch bis vor kurzem vom vergangenen Charme der 70er Jahre und machten den Aufgang noch dunkler, als er eh schon war. Grund genug für den regen Förderverein der Schule, sich Gedanken über eine Verschönerung zu machen. Und die ist gelungen. Das meinen nicht nur Eltern und Schulleitung, sondern auch die Schüler.

Gestern zeigte der Vorstand des Fördervereins gemeinsam mit Schulleiterin Claudia Sieker die Graffitis, die Profis an die Wände gesprüht haben. Eines der Motive stellt eine Schlange dar, die sich über ein halbes Stockwerk hinweg schlängelt und dabei ihre gespaltene Zunge zeigt.Ein anderes zeigt den Schriftzug Respekt, der sich über eine Wiese mit Pilzen erstreckt. Viele Details gibt es auf den Darstellungen aus der Sprühdose zu entdecken. "Die Schüler kommen immer wieder und erzählen aufgeregt, dass sie noch einen Pilz entdeckt haben, den sie vorher gar nicht gesehen haben", sagt Birgit Horlitz, die nicht nur Schülermutter, sondern auch Lehrerin an der Schule ist.

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6000 Euro hat sich der Förderverein der Schule den farblichen Spaß kosten lassen. Die eigenen Leistungen der Eltern sind dabei nicht eingerechnet. Die haben nämlich ganz ehrenamtlich im Vorfeld die Wände gesäubert und nach der zweitägigen Kunstaktion auch alles wieder sauber gemacht. "Es hat allen großen Spaß gemacht", sind sich die Förderer einig. Und auch die Schulleiterin findet nur lobende Worte für das Engagement des Fördervereins. Denn ohne deren tatkräftigen und finanziellen Einsatz hätte es aufgrund leerer Stadtkassen eine solche Verschönerungsaktion nicht gegeben.

Zudem gibt es einen weiteren Effekt. "Bisher ist an den Graffitis nichts kaputt gegangen. Die Schüler achten sehr darauf", sagt Claudia Sieker. Eine nur weiß gestrichene Wand, da ist sie sich sicher, wäre nach einem halben Jahr wahrscheinlich schon nicht mehr ansehnlich. Außerdem haben die Schüler beim gesprühten Schullogo im Treppenhaus mitwirken dürfen.

100 Mitglieder hat der Förderverein derzeit, doch der Vorstand wünscht sich, dass sich mehr aktiv beteiligen und nicht nur ihren finanziellen Beitrag leisten. Die Elternarbeit sei wichtig für eine Schule. Und manchen macht die Arbeit im Förderverein so viel Spaß, dass er aktiv bleibt, obwohl die Kinder gar nicht mehr die Schule besuchen, so wie der Vorsitzende Dirk Wolf.

Der Förderverein finanziert nicht nur Verschönerungen im Schulgebäude, sondern auch den jährlichen Schulausflug und Klassenfahrten für die Schüler, die sich die nicht leisten können.

(RP)