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Erkrath: Die "Soziale Stadt" kommt voran

Erkrath : Die "Soziale Stadt" kommt voran

Bei der Sanierung des Sandheider Markts ist das Projekt allerdings ins Stocken gekommen. Nun will sich die Stadt Hilfe von Beratern holen, die sich mit dem Stellen von Förderanträgen auskennen.

Lange wurde um das Projekt "Soziale Stadt Sandheide" gerungen, nun geht es langsam los. Für das Programmjahr 2017 wurden die ersten sechs Einzelmaßnahmen zur Förderung angemeldet, und einer Bekanntmachung der Bezirksregierung war zu entnehmen, dass Erkrath im Rahmen des Städtebauförderprogramms 2017 Berücksichtigung gefunden hat.

Von den Gesamtkosten von 711.000 Euro werden wohl 466.000 Euro erstattet. Das "Forum Sandheide", das aus dem Programm zur Sozialen Stadt herausgenommen wurde, wurde zur Förderung im "Investitionspakt soziale Integration im Quartier" angemeldet. Hier liegt bereits ein Zuwendungsbescheid über 3,385 Millionen Euro vor.

Im Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung (ASW) zeigten sich alle Politiker über Parteigrenzen hinweg sehr erfreut. "Wir begrüßen es, dass es voran geht", sagte Thomas Spiritus von den BmU. "Die Soziale Stadt liegt uns besonders am Herzen, sie wurde ja auch von hier aus angestoßen".

Sogar Inge Berkenbusch (FDP), die einräumte, dass sie kein Verfechter des Projekts gewesen war, erklärte, sie begrüße das auch. Wie geht es weiter? Der ASW hat einstimmig beschlossen, die nächste Maßnahme, ein Rahmenkonzept "Grün- und Spielflächen" für das Programmjahr 2018 zur Förderung anzumelden. Die Frist für den Antrag läuft bis zum 1. Dezember, also alles im grünen Bereich.

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Mit dem Rahmenkonzept soll eine Gesamtstrategie zur Aufwertung der Grün- und Spielflächen im Planungsgebiet sowie eine Verknüpfung öffentlicher und privater Freiflächen erarbeitet werden. Der Prozess soll durch ein Planungsbüro unter Beteiligung aller relevanten Akteure umgesetzt werden. Dabei sollen Schwerpunkte zur Aufwertung festgelegt und die Kosten zukünftiger Pflege und Instandhaltung optimiert werden. Da die Planungsaufgabe europaweit ausgeschrieben werden muss, soll mit dem Förderantrag ebenfalls ein vorzeitiger Arbeitsbeginn beantragt werden, damit es Mitte 2018 losgehen kann.

Andere Projekte der Sozialen Stadt verzögern sich dagegen. Die Bezirksregierung hatte den Antrag zur Förderung des Sandheider Marktes zurückgeschickt mit der Begründung, dass die vorgelegten Unterlagen nicht ausreichend seien. Nun muss die Stadt sich Hilfe durch ein externes Büro einholen, das mehr Erfahrung mit Förderrecht und Förderanträgen hat. Der Sandheider Markt leidet seit Jahren unter vielen Leerständen.

Viele Einzelmaßnahmen hängen von einem sogenannten "Quartiersmanager" ab. Diese Stelle muss ebenfalls europaweit ausgeschrieben werden, was etwa sechs bis acht Monate dauern wird. Bis zur Erstellung der Verwaltungsvorlage für die ASW-Sitzung konnte mit der Ausschreibung noch nicht begonnen werden, weil die konkreten Zuwendungsbescheide für 2017 noch nicht vorlagen. Die Verwaltung ist in Personalnot und konnte sich in letzter Zeit nur auf das "Forum Sandheide" konzentrieren. Immerhin hat mit Jana Fricke nun die Projektleiterin für die Soziale Stadt ihre Arbeit aufgenommen. Fricke hat 2016 einen Masterabschluss in Raumplanung erworben.

(tpp)