Erkrath: Die Ökumene ist im Stadtteil fest verankert

Erkrath : Die Ökumene ist im Stadtteil fest verankert

Trotz des schlechten Wetters herrschte gute Stimmung auf dem Hochdahler Markt. Die evangelische und die katholische Gemeinde Hochdahl feierten dort den Ökumenischen Kirchentag mit rund 600 Gästen. Die Veranstaltung stand unter dem Motto "Trau dich! - 500 Jahre Reformation - 50 Jahre Ökumene in Hochdahl". Damit sollten Bürger angeregt werden, sich "hinzutrauen" und die Zusammenarbeit der beiden Gemeinden mitzuerleben. Die Ökumene ist im Stadtteil bereits verankert. Vor einem Verbot durch den Kölner Erzbischof 2011 konnten katholische Messen im evangelischen Paul-Schneider-Haus ausgetragen werden. Evangelische Kindergartengruppen waren außerdem jahrelang an der katholischen St. Franziskuskirche untergebracht. Seit 1987 sind die Büros beider Gemeinden im Haus der Kirchen untergebracht.

Unter dem Titel "Kirche geht auf den Markt" haben Katholiken und evangelische Christen deshalb gemeinsam gefeiert. "Wir müssen problematisieren und das Thema akademisch angehen, aber wir müssen auch glücklich feiern dürfen", erklärt der katholische Pfarrer Christoph Biskupek.

Das wurde beim Kirchentag ausgiebig getan: Bei einer Podiumsdiskussion wurde kritisch über die Ökumene gesprochen. Hochdahler hatten außerdem die Möglichkeit, beim Anschlagen der weltberühmten 95 Thesen ihre Meinung zur Zukunft der Ökumene zu äußern. Auffällig dabei war mit Blick auf die aktuelle Lage, dass sich die Ökumene für viele nicht nur auf evangelische und katholische Glaubensrichtungen beschränken solle.

Gefeiert wurde dann vor allem am Abend mit der Kölner Band Paveier. "Die haben sich super auf Hochdahl eingestellt", lobt Pfarrer Biskupek den Auftritt, der für eine sehr gute Stimmung unter den zahlreichen Gästen gesorgt hatte.

Weitere musikalische Auftritte, Spiel- und Bastelangebote für Kinder und Verkaufsstände haben den Tag zu einem gelungenen Fest der Reformation und der Hochdahler Ökumene gemacht.

(str)
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