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Die meisten Gottesdienste in Erkrath und Wülfrath fallen aus

Corona-Krise : Die meisten Gottesdienste in Erkrath und Wülfrath fallen aus

Einige Gemeinden waren offenbar noch bis zum Wochenanfang entschlossen, ihre Gottesdienste unter Auflagen stattfinden zu lassen – nun sind einige, die sich bisher noch nicht gemeldet haben, zurückgerudert.

(RP) So hat unter anderem die evangelische Kirchengemeinde Erkrath ihre drei für den 24. Dezember geplanten Open-Air-Gottesdienste abgesagt. Hintergrund sei die verschärfte Corona-Situation. Ausfallen werden auch alle weiteren Präsenz-Gottesdienste vom 4. Advent bis einschließlich 10. Januar 2021. Telefonisch und per Mail stünden die Seelsorger jedoch zur Verfügung, heißt es aus dem Gemeindebüro, Hinweise dazu gebe es auf der Internetseite www.evangelische-kirche-erkrath.de.

 Am Heiligen Abend um 18 Uhr werden die evangelischen und katholischen Kirchenglocken in Erkrath fünf Minuten lang läuten. „Alle Bürger sind eingeladen, im Anschluss an das Glockenläuten aus ihren Fenstern, von ihren Balkonen, vor ihren Haustüren (mit dem notwendigen Abstand) „O du fröhliche“ und „Stille Nacht“ zu singen“, informiert Andrea Birlenbach vom Gemeindebüro. Von Heiligabend an bis zum 10. Januar 2021 fallen außerdem alle Präsenzgottesdienste der katholischen Pfarreien in Hochdahl, Haan und Hilden aus, meldet die Gemeinde St. Franziskus Erkrath. Digitale Gebete und Gottesdienste fänden aber statt, etwa die digitalen Kindergottesdienste oder die Live-Stream-Christmetten an Heiligabend um 22 Uhr in Hochdahl.

Außerdem fänden die drei Autokino-Gottesdienste vor dem Neanderbad in Hochdahl wie geplant statt, das Ordnungsamt habe sie vor drei Tagen ausdrücklich genehmigt. Daneben seien alle Kirchen tagsüber geöffnet und persönliche Gebete an der Krippe weiterhin möglich.

Auch in Wülfrath werden  die Gottesdienste ausfallen. St. Maximin hatte bereits zu Beginn der Woche abgesagt, gestern zogen die evangelische Kirchengemeinde Düssel und die Bergische Diakonie Aprath nach und meldeten, dass es zu Weihnachten und bis einschließlich 10. Januar keine Präsenzgottesdienste gebe. Für das seelsorgerische Gespräch könne man sich jedoch bei Pfarrer Udo Schmitt unter Telefon 0178 3193196 oder per Mail an die Adresse udo.schmitt@ekir.de melden.

Das Bedauern ist schon groß: „Schön und anders sollte er werden, unser Gottesdienst am Heiligabend in der Aprather Kirche. Geplant als Open-Air-Gottesdienst, mit Abstand, Sicherheitskonzept und völlig neuer inhaltlicher Gestaltung. Nahezu alle Vorbereitungen sind abgeschlossen. Umso schmerzlicher ist das Loslassen und die Entscheidung, in diesem Jahr auf einen gemeinsamen Gottesdienst in unserer Kirche zu verzichten“, berichtet Stefanie Stute, Seelsorgerin in der Bergischen Diakonie. Das Risiko für Bewohner, Angehörige und Besucher des Gottesdienstes sei aber einfach zu hoch. 

Die Situation, die die Menschen in den jetzigen Lockdown zwinge, sei wesentlich gefährlicher als im Frühjahr und so sei diese Entscheidung eine Entscheidung der Nächstenliebe. „Sie ist begründet in der Sorge um die Besucher des Gottesdienstes und zugleich ein Zeichen in die Gemeinschaft. Auch wenn Vieles anders ist – Weihnachten ist überall“,  so Stefanie Stute.