Christoph Herwald ist der neue Vorsitzende des Hospizvereins Erkrath

Stabwechsel : Hospizverein hat neuen Vorsitzenden

Christoph Herwald, seit April dieses Jahres in dieses verantwortungsvolle Amt gewählt, erfüllt alle Voraussetzungen.

Positive Ausstrahlung, Bereitschaft zum Zuhören und Mitfühlen sowie gute Vernetzung sind Charaktereigenschaften und Erfahrungen, die einem Vorsitzenden des Fördervereins Franziskus-Hospiz Hochdahl gut zu Gesicht stehen. Christoph Herwald, seit April dieses Jahres in dieses verantwortungsvolle Amt gewählt, erfüllt alle diese Voraussetzungen.

Auch die äußeren Bedingungen für das zeitaufwändige Ehrenamt sind gegeben, denn soeben hat Christoph Herwald seine Rente beantragt. Er befindet sich seit Februar 2016 im Vorruhestand. Von Andreas Feller, dem Berufstätigen und somit doppelt Belasteten, hat er den Vorsitz übernommen. Der hatte den Vorsitz im Franziskus-Hospizverein mit viel Herzblut ausgefüllt. Aber zwei Wahlperioden seien genug, meinte Feller.

Dank besagter Hochdahler Vernetzung konnte Christoph Herwald für diese Aufgabe begeistert werden. Kontakte zum Hospiz hat Herwald bereits seit Langem, denn seine Frau Ulrike war dort viele Jahre ehrenamtlich tätig und Mitglied im Vorstand des Franziskus-Hospiz-Vereins. Er war also schon lange im „Dunstkreis“ des Hospizes.

Für Christoph Herwald hieß es in den vergangenen 150 Tagen viel Lernen, viel Arbeit, viel Neues. Es gilt, die Hauptamtlichen und die Ehrenamtlichen kennenzulernen, die Gesellschafter der Marienhaus Holding GmbH in Waldbreitbach sowie die Team-Partner im Hospizwesen. Es folgen nach diesen Einführungsgesprächen der Gedankenaustausch für neue Maßnahmen und Projekte. Es gilt, Kooperationen mit den Partnern auszubauen und zu verstärken.

Zu seinen Aufgaben gehört auch die wichtige Pflicht des Spendensammelns, denn ohne diese Gelder ist die Hospiz-Arbeit nicht zu bewältigen. Natürlich freut sich Christoph Herwald auf die bevorstehende Eröffnung des von seinem Vorgänger in die Wege geleiteten Anbaus mit zusätzlichen Räumen für Bewohner und Personal. Außerdem, so hat der neue Hospizvereinsvorsitzende festgestellt, sind die Bewohnerzimmer in die Jahre gekommen und werden gerade renoviert oder saniert.

In seinem langen Berufsleben als Diplomingenieur bei der Daimler AG in Düsseldorf hat Christoph Herwald die erforderlichen Management-Erfahrungen gesammelt. Zu seinen erfolgreichen Verantwortungsbereichen gehörten dort unter anderen das Personalwesen und das Ideenmanagement, was ihm in der Hospiz-Verantwortlichkeit zugute kommen wird.

Außerdem ist es Christoph Herwald wichtig, die Hospiz-Idee weiter in die Öffentlichkeit zu tragen. Dazu wird er die bewährten Konzepte fortführen, wie zum Beispiel das alljährliche Klezmer-Konzert in der Heilig-Geist-Kirche in Sandheide, das in diesem Jahr am 25. November um 17 Uhr stattfindet. Und der Neujahrsempfang, den es am 25. Januar 2019 geben wird – diesmal gemeinsam mit der Einweihungsfeier der neuen Räume. Zudem feiert der Hospiz-Verein im 2019 sein 30-jähriges Bestehen.

Was dem neuen Vorsitzenden auch in Zukunft wichtig sein wird, ist die Zusammenarbeit mit der Erkrather Wirtschaft. „Es sind die kleinen Projekte, die zu uns passen“, sagt Herwald. So erinnert er daran, dass die Mitarbeiter der hiesigen Filiale der Deutschen Bank eine Kräuterecke im Atrium des Hospizes eingerichtet haben. Und das Flaschenpost-Projekt in Zusammenarbeit mit der Sechseckgrundschule in direkter Nachbarschaft zum Franziskus-Hospiz war eine tolle Sache, sagt Herwald. Die Schüler, aber auch einige Bewohner des Hospizes, haben Gedanken und Wünsche unter dem Motto „Flaschenpost an die Zukunft: Träume – Hoffnungen – Erwartungen“ selbst verfasst, in die Flaschen gesteckt und auf die Rheinwasser-Reise geschickt. Beim Abtauchen der Flaschen in den Rhein war sogar eine Hospiz-Bewohnerin in ihrem Rollstuhl mit dabei. Betreuer standen an ihrer Seite. Erste Rückmeldungen sind bereits angekommen.

Das Erkrather Unternehmer-Ehepaar Monika und Kurt Zielke hatte das Projekt unterstützt. „Das war eine sehr vertrauensvolle Geschichte“, sagt Monika Zielke. Das Ziel war, „die Hospizidee in die Welt zu schicken“, sagt Christoph Herwald. Und die Hobbys des neuen Hospiz-Verein-Vorsitzenden? Er segelt gern, rudert und fährt Rennrad. Zu seinen besonderen Sport-Erlebnissen gehört die Teilnahme an der Umrundung des schwedischen Vätternsees. Die 300 Kilometer lange Strecke bewältigen alljährlich etwa 20.000 Radler – eine Erfahrung, die man nicht vergisst, sagt Herwald.

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