Campus Sandheide und Übergangslösung für Kita Lummerland kommen in Erkrath voran

Stadt meldet Fortschritte : Campus Sandheide und Kita-Ersatz kommen voran

(hup) Aus einem Wettbewerb für den Bau des Campus Sandheide am Standort der abgebrannten Grundschule Sandheide hat die Stadt jetzt aus insgesamt 47 Bewerbern 15 Architekturbüros ausgewählt, die bis Anfang März Entwürfe für das geplante Nebeneinander von Grundschule und Förderschule einreichen sollen.

Die Ausschreibung war international und es sind auch noch Büros aus Kopenhagen und Wien im Rennen, informierte die Verwaltung im Schulausschuss.

Ende Mai dieses Jahres will sie dann den am Ende in Abstimmung mit der Politik auserwählten Planer beauftragen. Gebaut werden soll von Mai 2022 bis Juli 2024, so dass der Betrieb im August 2024 zum Schuljahr 2024/25 starten kann. Dann wird die Grundschule Sandheide vom Übergangsstandort Schmiedestraße in Millrath wieder in die Sandheide umgezogen sein.

Die Politik hatte mehrheitlich beschlossen, dass neben einem Neubau von Grundschule und Turnhalle künftig auch die an der Rathelbecker Sraße in Alt-Erkrath untergebrachte, marode Förderschule in Sandheide angesiedelt werden soll. Unter Verwaltungsleuten sowie bei CDU und SPD gilt das als ideale Lösung, da beide Schulen Mensa, Doppelsporthalle, Hausmeister und Verwaltungsräume nutzen.

Dass die Förderschule neuer Nachbar wird, ist jedoch nicht unumstritten, Grüne und BmU äußerten Bedenken: Es könne beträchtliche Probleme geben, wenn Grundschüler auf ältere Jugendliche mit sozialen und emotionalen Störungen träfen. Den aus der Grundschule hervorgehenden Förderschülern (bis Klasse 10) verwehre die Campuslösung zudem ein Herauskommen aus dem Stadtteil und den Austausch mit gleichaltrigen Jugendlichen anderer Schulen und Schulformen. Das hatte zuvor auch die Schulkonferenz der Sandheider Grundschule angemerkt.

Wie der Campus sind bislang auch die Vorarbeiten für den Übergangsstandort der ebenfalls abgebrannten Kita Lummerland im Zeitplan, meldet die Stadt. Auf dem Bolzplatz an der Regenbogenschule in Kempen werde am 3. Februar mit den Arbeiten zur Errichtung der Container begonnen. Zunächst müssen belasteter Boden abgetragen und anschließend durch eine Schottertragschicht ersetzt werden. Das Gelände werde bereits eine Woche vorher abgesperrt, inklusive angrenzendem Spielplatz und Fußweg. Betroffene können den Bereich über die Feldheider Straße/Kempener Straße oder über den Schulhof umgehen.

Ende Februar sollen die Container stehen und dann an das Entwässerungssystem angeschlossen werden, bevor die Inbetriebnahme möglich ist. Der Außenbereich der Anlage soll Anfang April fertiggestellt sein. Mit witterungsbedingten Verzögerungen müsse aber gerechnet werden, informiert die Stadtverwaltung.