Erkrath: Busfahrer bringt Fahrgast Handy zurück

Erkrath : Busfahrer bringt Fahrgast Handy zurück

Ein Erkrather Fahrgast hatte sein Mobiltelefon in den Bussen des Ersatzverkehrs liegen gelassen.

Eigentlich wollte der Erkrather Klaus Steimann am Montag nicht mit dem Bus fahren. Weil das Auto seines Sohnes nicht ansprang, schleppte ihn ein ADAC-Pannenfahrzeug zur Werkstatt nach Düsseldorf. Zurück nach Hochdahl wollte er mit Bahn+Bus. Doch das war nicht so einfach wie gedacht und mit Pleiten, Pech und Pannen verbunden.

Am Düsseldorfer Hauptbahnhof angekommen, kaufte sich Steimann ein Ticket. "Leider Tarifzone B, Tarifstufe A wäre ausreichend gewesen. Also über zehn Euro zu viel bezahlt", ärgert sich Steimann. Bis nach Gerrresheim fährt die S 8 problemlos, aber dort ist Ende im Gelände. In Gerresheim stand auch schon der Bus nach Wuppertal, der über Erkrath und Hochdahl fährt, bereit. "In Alt Erkrath verfuhr sich der Busfahrer. Ich half ihm den Weg nach Hochdahl zu finden", sagt Steimann. In Hochdahl angekommen stieg er aus und merkte sofort: "Mein neues IPhone muss aus meiner Hosentasche gefallen sein". Er rannte nach Hause und rief beim Busunternehmen Mesenhohl in Essen an. "Die waren sehr freundlich und versprachen den Fahrer in seiner Pause anzurufen", berichtet Steimann. Wenn das Handy gefunden würde, könnte er es in Essen abholen. Spontan kam ihm die Idee, die Polizei einzuschalten. Der Polizeibeamte war sehr hilfsbereit. Man würde in solchen Fällen auch den Bus anhalten - zur Vorbeugung einer Straftat. Weil man das Iphone mit entsprechender Software im Internet orten kann, verfolgte Steimann unterdessen am heimischen PC, wo sein Telefon gerade war. Wenig später rief sein Sohn an und teilte ihm mit "Papa, du hast Dein Handy verloren". Der Sohn hatte seinen Vater angerufen, rangegangen war aber der Busfahrer, der das Handy gefunden hatte. Der Fahrer war auf dem Weg zurück. Klaus Steimann wartete an der Haltstelle in Hochdahl auf den Bus. Dort erhielt er sein IPhone wieder zurück. "Für den Fahrer war das eine Selbstverständlichkeit. Das hat mich sehr beeindruckt. Vielen Dank".

(RP)
Mehr von RP ONLINE