1. NRW
  2. Städte
  3. Erkrath

Bundesverdienstkreuz für Forscher-Förderer Monika und Thomas Zimmermann aus Erkrath

Erkrath : Verdienstkreuz für Forscher-Förderer

Monika und Thomas Zimmermann aus Hochdahl unterstützen mit ihrer MTZ-Stiftung seit vielen Jahren junge Wissenschaftler. Unter großer Anteilnahme von renommierten Wissenschaftlern wurde ihnen jetzt das Bundesverdienstkreuz überreicht.

„Umgehauen“ habe ihn die Nachricht, dass er und seine Ehefrau Monika mit Bundesverdienstkreuzen ausgezeichnet werden sollen, sagte spontan Thomas Zimmermann. Die ehrwürdige Feierstunde zur Verleihung der Verdienstmedaille des Verdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland fand am Freitagvormittag im großen Sitzungssaal des Erkrather Rathauses statt.

Unter großer Teilnahme von renommierten Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts, der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und vieler anderer Uni-Standorte in Deutschland überreichte Landrat Thomas Hendele die Orden. „Außerordentlich selten“ habe er eine derartige Ordensverleihung im Namen des Bundespräsident an ein Ehepaar vorgenommen, sagte der Landrat. Da die Verleihung der Verdienstmedaille ausschließlich ehrenamtlichen Tätigkeiten gilt, wird das Ehepaar Zimmermann, das seit mehr als 30 Jahren verheiratet ist und in Hochdahl wohnt, für die Gründung seiner erfolgreichen Stiftung gewürdigt.

Die MTZ-Stiftung (das Kürzel steht für Monika und Thomas Zimmermann) fördert junge Wissenschaftler, die in Disziplinen zur Krankheitsbekämpfung und zur Entwicklung von Medikamenten in der Humanmedizin forschen. Seit 2006 fördert das Ehepaar Wissenschafter mit dem sogenannten „MTZ-Award“, der in Fachkreisen großes Ansehen genießt. Des Weiteren unterstützt die Stiftung auch Schülerprojekte, um junge Menschen für die Naturwissenschaften zu begeistern. In Zusammenarbeit mit dem Max Planck-Institut in Münster werden Praktikumsplätze an Schüler vermittelt, die sich durch besondere Leistung in der „Bio-Olympiade“ ausgezeichnet haben.

 Das Ehepaar Zimmermann will mit seiner Stiftung die Möglichkeit schaffen und fördern, dass der wissenschaftliche Nachwuchs in Deutschland auf dem Gebiet der Gesundheitsforschung, der Erforschung von Krankheiten und der Entwicklung von Medikamenten einen Beitrag leisten kann, um ein Leben in bestmöglicher Gesundheit und Würde führen zu können. „Wenn wir solche Menschen nicht hätten“, sagte Landrat Hendele, „wären wir eine arme Gesellschaft“.

Einig waren sich der Landrat (und als Gastgeber Bürgermeister Christoph Schultz) in ihrem Wunsch, das Paar möge seinen vorbildlichen Einsatz fortführen. Denn die Zimmermanns gehörten in der Ordensliste des Kreises Mettmann „zu den Jüngeren“. Temperamentvoll, spontan und auch dankbar zeigte sich Thomas Zimmermann in seiner Rede. Besonders gerührt war das Ehepaar von der großen Zahl bedeutender Wissenschaftler, die zum Teil aus großer Entfernung angereist waren, um dem Festakt beizuwohnen. Sicherlich sollte auf diese Weise auch die vorbildliche Arbeit der regelmäßigen Auslobung des humanwissenschaftlichen Stiftungspreises gewürdigt werden.

Denn im Lebenlauf junger Forscher ist der MTZ-Award oftmals der erste bedeutende wissenschaftliche Preis.