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Bürgerverein Erkrath-Unterfeldhaus feiert Zehnjähriges

Erkrath : Bürgerverein feiert Zehnjähriges

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ Erich Kästners Wahlspruch ist den Mitgliedern des Bürgervereins Unterfeldhaus seit nunmehr zehn Jahren Leitspruch für ihr Engagement in Erkraths kleinstem Stadtteil.

Sein zehnjähriges Bestehen beging der rührige Bürgerverein Unterfeldhaus jetzt in „Stockies Bistro“ am Neuenhausplatz mit zahlreichen Gästen aus Politik und Verwaltung, aber auch vielen „Mitstreitern der ersten Stunde“ wie dem Ehepaar Ilse und Wilfried Kretschmer, die den Vorstand bei seinen kulturellen Aktivitäten unterstützen. Mit dem praktischen Willkommensgeschenk, ein Schlüsselanhänger mit integrierter Taschenlampe und Einkaufswagenchip, sowie einem Glas Sekt wurden die Gäste, die Heide Horn als Pressesprecherin und Wolfgang Haase, 1. Vorsitzender, alle persönlich kannten, begrüßt.

Der offizielle Teil des Abends begann mit einer Power Point-Präsentation über die Aktivitäten und Erfolge der vergangenen zehn Jahre. Den Rückblick auf die verschiedenen Themenfelder, denen sich der Verein im Laufe des letzten Jahrzehnts angenommen hat, moderierte neben Wolfgang Haase und Heide Horn auch die Stellvertretende Vorsitzende, Ulla Grimm. Sie erinnerte an das erste Projekt des Bürgervereins: das Aussäen zahlreicher Narzissen-Zwiebeln an diversen Standorten im Stadtteil oder den ersten „Dreck-weg-Tag“, der inzwischen auch in den anderen Stadtteilen seine Nachahmer gefunden hat. „Ein besonderes Anliegen war uns die Überarbeitung der Straßenschilder“, so die engagierte 2. Vorsitzende, während das fehlerhafte Hinweisschild am Ausgang von Düsseldorf-Unterbach auf der Leinwand zu sehen war: Erkrath war ohne das „h“ am Ende geschrieben.

Heide Horn wies auf die vielen kulturellen Highlights hin - wie die Bücherbörsen im REWE-Markt, wo auf Betreiben des Vereins und unter Mithilfe der Stadtbücherei NRWs kleinste Bücherei mit einem Ausleih- und Rückgabeschrank zu finden ist. Auch die Wohnzimmerlesungen waren und sind allseits beliebt wie auch die Betriebsführungen bei im Gewerbegebiet ansässigen Firmen. Ein weiteres Erfolgsprojekt sind die an den öffentlichen Spielplätzen des Stadtteils aufgestellten Kisten mit Sandspielzeug. Darüber freuen sich Kinder wie Eltern und Großeltern.

Aber auch kritische Töne schlug der Vorsitzende Wolfgang Haase an: „Wir als kleinster Stadtteil werden dann und wann von Politik und Verwaltung vergessen. Die größten Maßnahmen werden nun einmal in Hochdahl und Alt-Erkrath umgesetzt“.

Bei allen Erfolgen habe man leider zum Beispiel vergeblich um ein eigenes Bürgerbüro für den Stadtteil gekämpft. „Dass uns das nicht gelungen ist, ist besonders bedauerlich. Denn hier leben viele Ältere, für die der Weg in die beiden anderen Stadtteile beschwerlich ist“, so Haase.

Sein Appell richtete sich an Jüngere und Menschen im mittleren Lebensalter, sich für die Vereinsarbeit aktiv einzubringen: „Vieles können wir ohne Verjüngung auf Dauer nicht mehr stemmen“. Eine Befürchtung, die nicht nur auf „Unterfeldhaus-AKTIV“ zutrifft. Mit Nachwuchssorgen zu kämpfen haben von Chören, über Schützenvereine bis zu den ebenfalls ehrenamtlich organisierten Rettungsdiensten zahlreiche Vereine und Organisationen in allen drei Stadtteilen Erkraths. Mit seinem Beitritt während der Feier setzte Erkraths Bürgermeister ein positives Zeichen. Hoffentlich, hieß es, findet sein Schritt zahlreiche Nachahmer in zahlreichen Erkrather Vereinen.