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Bruchhaus in Erkrath wird Streuobstwiese​.

Nachhaltigkeit in Ekrath : Bruchhaus wird Streuobstwiese

Die Fläche westlich der Bergischen Allee soll ab dem Winter umgewandelt werden. Für die Sitzung des Umweltausschusses am 31. Mai gibt es eine entsprechende Beschlussvorlage.

Im Umweltausschuss am 31. Mai steht ein Beschluss über die Zukunft der Fläche „Kleines Bruchhaus“ an. Die Verwaltung wird der Politik vorschlagen, die Fläche westlich der Bergischen Allee ab der nächsten Pflanzperiode im Winter 2022/2023 als Streuobstwiese mit circa 50 Obstbäumen alter und regionaler Sorten zu entwickeln.

Hintergrund: Straßenbäume sind vielen Stressfaktoren ausgesetzt, etwa einem geringen Platzangebot für Krone und Wurzelbereich sowie Pflanzgruben voll Bauschutt und Leitungen. Oftmals ist eine Nachpflanzung an den alten Standorten aufgrund des Konkurrenzdrucks älterer Bäume, einzuhaltender Abstände zu Leitungen und zu kleiner Pflanzgruben nicht möglich. Gemäß aktuellen technischen Empfehlungen ist jedem Straßenbaum mindestens 12m³ durchwurzelbarer Raum zur Verfügung zu stellen. Der Bau solcher Pflanzgruben, sofern geeignete Standorte vorhanden sind, bedarf einer intensiven Planung und Zeit.

Mit ihrer Vorlage für den Ausschuss kündigte die Verwaltung an, in Verbindung mit den Maßnahmen zum Klima- und Insektenschutz alternative, aber gleichzeitig ökologische Maßnahmen wie Obstbaumanpflanzungen zu prüfen. Dementsprechend plant die Verwaltung, um dem ökologischen Verlust zusätzlich entgegenzuwirken, als einen Schritt zum Ausgleich gefällter Straßenbäume, die nicht unmittelbar ein zu sein am ursprünglichen Standort ersetzt werden können, die Anlage einer Streuobstwiese.

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Solche Wiesen sind aufgrund ihrer hohen ökologischen Wertigkeit bekannt. Diese binden langfristig CO2, steigern die Biodiversität und werten die Aufenthaltsqualität auf. Sie sind besonders für Insekten und kleinere Säugetiere wertvoll und bieten einen optimalen Lebensraum. Bereits junge Streuobstwiesen weisen eine ähnliche ökologische Wertigkeit auf, wie vergleichbarer Waldbestand am selben Standort in 50 Jahren.

Die Verwaltung schlägt deshalb vor, die städtische, 5274 Quadratmeter umfassende Fläche „Kleines Bruchhaus“ in eine Streuobstwiese umzuwandeln. Die Fläche befinde sich aktuell bereits in der Extensivpflege. Dort sei die Anlage einer Streuobstwiese schnell umsetzbar und die Fläche liege zudem zentral. Es könnten dort circa 50 Obstbäume alter und regionaler Sorten gepflanzt werden.

(hup)