Erkrath: Baustopp am Hochdahler Bahnhof

Erkrath : Baustopp am Hochdahler Bahnhof

Am S-Bahnhof Hochdahl ruhen die Arbeiten. Ein Umstand, der besonders die Bürger, die südlich der Gleise wohnen und derzeit nur den Nordzugang zum Bahnsteig nutzen können, beunruhigt. Immerhin müssen sie monatelang Wartezeiten vor der geschlossenen Schranke einkalkulieren, um auf die andere Seite zu gelangen.

Im Oktober, spätestens aber November, soll dieser Zustand ein Ende haben und die Behindertenrampe fertig sein. Wer nicht an der Schranke warten will, kann übrigens auf den Bahnhof Millrath ausweichen.

Auch SPD-Ratsherr Detlef Ehlert hatte bereits bei der Stadt nachgehakt, was denn am Bahnhof los sei. Also um eine WM-Fanpause handelt es sich nicht. Wie Dirk Pohlmann, Sprecher der Bahn, gestern auf Anfrage der RP mitteile, ruht der Umbau in der Tat. Und zwar ab Anfang Juli bereits. In der zweiten Augustwoche soll es weitergehen.

Bei den Tiefbauarbeiten sind Telefonkabel der Telekom und von Unitymedia entdeckt worden, die in den Plänen so nicht aufgezeichnet waren, sagt Pohlmann. Nun müssten Telekom und Unitymedia erst einmal ihre Kabel verlegen, ehe es weitergehen könne. Das dauere noch ein paar Wochen. Fachleute hätten ihm jedoch versichert, dass der Rampenbau sich dadurch nicht verzögere. Man könne derweil andere Arbeiten vorziehen.

Bisher hakt es am Bahnhof Hochdahl immer wieder mal mit mehr oder weniger Tragweite. Begonnen hat alles damit, dass die Modernisierung und der behindertengerechte Ausbau des kompletten Bahnhofs kurzfristig vor zwei Jahren verschoben werden musste, weil Fachleute festgestellt hatten, dass die Bahnsteige 20 Zentimeter zu hoch für die neuen S-Bahnen sind, die jetzt eingesetzt werden. Damit verzögerte sich auch der Bau der dringend notwendigen Rampe. Dennoch sollte die Schranke am Bahnübergang Hochdahl geschlossen werden.

Mit vereinten Kräften schafften Rat und Verwaltung es schließlich, den schienengleichen Bahnübergang an der Hildener Straße für Fußgänger geöffnet zu halten, bis die Personenunterführung am S-Bahnhaltepunkt auch für mobilitätseingeschränkte Personen von Süden her erreichbar ist. Menschen im Rollstuhl, mit Rollator oder Kinderwagen hätten sonst einen Umweg von mehreren hundert Metern in Kauf nehmen müssen. Schließlich ließ sich die Bahn sogar dazu bewegen, die Rampe schon vor der Komplett-Sanierung des Bahnhofs zu bauen. Ursprünglich sollte sie erst 2016 gebaut werden.

(RP)