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Alt-Erkrather Wirte machen gemeinsame Sache beim "Erkrather Christmas Walk"

Außer-Haus-Stände : Wirte machen gemeinsame Sache

An den vier Adventssonntagen findet von 12 bis 20 Uhr in Alt-Erkrath der so genannte „Erkrather Christmas Walk“ statt, bei dem Gastronomen ihre Speisen und Getränke „to go“ anbieten.

Der erneute Lockdown, dessen Verlängerung bis Weihnachten immer wahrscheinlicher wird, lässt die Gastonomen in (Alt-)Erkrath erfinderisch werden. Jetzt haben sie ihre neueste Idee, den „Erkrather Christmas-Walk“, vorgestellt.

„Erkrather können ihren Spaziergang an den kommenden Adventssonntagen mit einem Besuch bei uns verbinden und sich an unseren Außer-Haus-Ständen etwas zum Essen und Trinken mitnehmen.“ Mit Pizza, Eintopf, Cevapcici oder Nudeln sollen die Erkrather dann zum nächsten Restaurant bummeln, um ein weiteres Getränk zu kaufen oder auch einen Nachtisch.

„Wir haben ein Stempel-Heft entwickelt, in dem alle neun teilnehmenden Betriebe aufgeführt sind und mit dem man Stempel sammeln kann“, erklärt Natalie Moosig vom gleichnamigen Getränkemarkt, die den Gastronomen mit „Hardware“ wie Stehtische oder ähnliches Equipment für ihre individuellen Stände aushelfen wird.

Zudem hofft sie noch auf die Zusage eines Schaustellers mit einem Verkaufstand für gebrannte Mandeln, Lebkuchen-Herzen und alles, was große und kleine Schleckermäuler erfreut. „Er steht sonst im Kölner Zoo. Doch die Verantwortlichen dort glauben genauso wenig wie wir an eine Wiedereröffnung ab Dezember“, berichte die rührige Unternehmerin, der es Spaß macht, gemeinsam mit den Gastonomen den „Christmas-Walk“ auf die Beine zu stellen. „Im Dorf halten wir eben alle zusammen“.

Die Gastronomen sehen in dem „kulinarischen Spaziergang“ eine zusätzliche Chance, den Außer-Haus-Verkauf anzukurbeln. „Wir sind den Erkrathern schon beim ersten Lockdown im Frühjahr dankbar gewesen, dass sie uns die Treue gehalten haben“, machen Agim und Dasuri Saciri vom Restaurant Venezia ihren (Stamm-) Kunden ein Kompliment. „Daher bieten wir unseren Kunden auch alle Gerichte unserer normalen Karte an. Wir liefern allerdings nicht, die Bestellung muss man bei uns abholen“.

Das Ehepaar berichtet, dass sie bei der ersten Schließung mehr Außer-Haus-Bestellungen gehabt hätten als jetzt. Wie ihre Kollegen sind sie für jede Pizza oder Pasta dankbar, die bestellt wird. Andere Erfahrungen haben die Töchter des „Bachstuben“-Wirts Peta Stevic gemacht. „Das kann natürlich an der Jahreszeit liegen. Wir verkaufen mehr Gänse-Mahlzeiten als im letzten Jahr“, sagen Anna Kalusevic und ihre Schwester Zori Banic, die hinzufügt: „Unsere Kunden bestellen diesmal mehr ganze Gänse. Aber ob Brust, Keule oder ganze Gans, leckeren Rotkohl und Klöße gibt es immer dazu.“ Alle Gastronomen sind gespannt, wie die Erkrather ihre Idee vom „Christmas-Walk“ annehmen werden. Die Wettervorhersage für den nächsten Sonntag lautet „Sonne pur“, weiß André Segin, Inhaber vom „Brauhaus zum Goldenen Handwerk“ zu berichten, so dass seine Prognose lauter: „Ich rechne mit 1000 kleinen und großen Erkratherinnen und Erkrathern.“