Erkrath: A 3: Lkw-Brand sorgt für Staus und Sperrung

Erkrath: A 3: Lkw-Brand sorgt für Staus und Sperrung

Auf der Autobahn 3 ging gestern sieben Stunden lang nichts mehr. Der Fahrer des Sattelzugs blieb unverletzt. Paar verpasst Flitterwochen.

Wer gestern Morgen zur Arbeit musste, stand schnell im Stau. Die Autobahn 3 war von 4.30 bis 11.20 Uhr fast sieben Stunden lang gesperrt. Es bildete sich zwischenzeitlich ein bis zu 20 Kilometer langer Stau. Auch auf den Umgehungsstraßen zwischen Mettmann, Hilden und Hochdahl mussten die Fahrer mit Wartezeiten rechnen.

Aufgrund der derzeitigen Baustelle hatten die Rettungskräfte große Schwierigkeiten, zur Unfallstelle durchzukommen. Foto: Patrick Schüller

Ursache war der Brand eines Lkw auf der A3 etwa 600 Meter vor der Anschlussstelle Mettmann. Gegen 4.27 Uhr war die Erkrather Feuerwehr alarmiert worden. Die ersten Anrufer berichteten, der Lkw samt Auflieger brenne bereits lichterloh. Doch der aus Polen stammende Fahrer hatte rechtzeitig reagiert und die bereits qualmende Zugmaschine vom Auflieger abgekoppelt und etwa 20 Meter weiter zum Stillstand gebracht. Die Zugmaschine geriet offenbar aufgrund eines technischen Defekts in Brand. Der Fahrer wurde mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung mit einem Rettungswagen der Feuerwehr Mettmann in das Krankenhaus transportiert.

"Die Anfahrt zur Einsatzstelle war für die Einsatzkräfte sehr schwierig"', berichtet Markus Steinacker von der Erkrather Feuerwehr. Viele Lkw-Fahrer hatten ihre Fahrzeuge in die mittlere Fahrspur gelenkt, so dass für die Einsatzfahrzeuge ein Durchkommen fast unmöglich war. Offenbar behinderten die derzeit aufgrund der Groß-Baustelle aufgestellten Betonwände auf der Fahrbahn, dass die Lkw zur Seite fahren konnten.

  • Roßla : Lkw-Fahrer hilft Autofahrer nach Herzinfarkt

Der Rettungswagen sowie der Gerätewagen-Öl der Feuerwehr Mettmann konnten aufgrund der Vollsperrung der Autobahn ab der Anschlussstelle Mettmann entgegengesetzt der Fahrtrichtung Oberhausen die Einsatzstelle anfahren.

Journalisten vor Ort berichteten, dass auf der Gegenfahrbahn einige Autofahrer besonders langsam fuhren, um möglichst viel Einblick in die Einsatzstelle zu bekommen und während der Fahrt Bilder des Brandes machten. Ein frisch verheiratetes Paar soll sich beim Einsatzleiter der Polizei erkundigt haben, wie lange die Bergung noch andauere. Um 6 Uhr wollten die beiden eigentlich am Flughafen Düsseldorf sein, um in die Flitterwochen zu fliegen. Den Flug hat das Paar verpasst.

Der Dieseltank des LKW wurde durch den Brand nicht in Mitleidenschaft gezogen. Aufgrund des Schaummitteleinsatzes und des Austritts von geringen Mengen an Motoröl wurde die Untere Wasserbehörde des Kreises Mettmann zur Einsatzstelle alarmiert. Eine Verunreinigung war nicht festzustellen.

(RP)
Mehr von RP ONLINE