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18-Jähriger kippt bei Unfall mit seinem Kleinwagen in Vorgarten

Erkrath : 18-Jähriger kippt mit Auto in Vorgarten

Glück im Unglück hatten Fahrer und Anwohner: Niemand wurde verletzt. Doch bei den Bürgern wächst der Unmut: Sie klagen schon lange über Raser am Kirchberg. Jetzt fordern sie mehr als nur das Aufstellen von Blumenkübeln.

Ein 18-Jähriger hat am Montagabend auf dem Kirchberg in Erkrath-Hochdahl die Kontrolle über seinen Smart verloren. Wie die Polizei berichtet, war der Schüler gegen 19.30 Uhr mit seinem Auto über den Kirchberg gefahren. Mehreren Zeugen zufolge soll der Fahranfänger mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen sein. Außerdem soll er beinahe einen Mann angefahren haben, der gerade dabei war, seinen Kofferraum aus seinem am Kirchberg abgestellten Auto auszuräumen. Nur durch einen Sprung zur Seite habe der Mann einen Zusammenstoß verhindern können, heißt es.

Der 18-Jährige verlor daraufhin die Kontrolle über seinen Smart und prallte gegen einen Bordstein. Der Wagen fiel dann auf die Seite, ehe er in einem Vorgarten zum Stillstand kam. Die Folgen für den Fahranfänger: Sein Auto war nicht mehr fahrfähig und musste abgeschleppt werden. Zudem stellten die Beamten den Führerschein des Erkrathers sicher. Diesen hatte der junge Mann erst vor gut drei Wochen erhalten, heißt es von der Kreispolizei Mettmann.

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Glücklicherweise wurden weder der Fahranfänger, noch sein ebenfalls 18 Jahre alter Beifahrer oder Passanten verletzt. An dem Auto entstand ein Schaden in Höhe von rund 7000 Euro.

Bei den Anwohnern wächst indes der Unmut: „Der Kirchberg ist ein verkehrsberuhigter Bereich, in dem nur Schrittgeschwindigkeit erlaubt ist. Immer wieder wird diese deutlich überschritten – ein Sicherheitsrisiko für die Anwohner, insbesondere für die dort spielenden Kinder“, berichtet Christian Ritt. Er ist Anwohner und zugleich Ratsmitglied für die „Bürger mit Umweltverantwortung“ (BmU). Die beiden jungen Insassen seien von mehreren herbeigeeilten Anwohnern zur Rede gestellt worden. Sie aber hätten seiner Schilderung zufolge weder Einsicht, noch Reue gezeigt, „sondern wirkten zwischenzeitlich sogar noch amüsiert“, berichtet Ritt.

Der Ratsherr erinnert daran, dass die Bürger „schon häufig auf die Situation aufmerksam gemacht“ hätten: „Versuche vor Jahren, über die Politik auf Initiative der BmU, an der Situation etwas zu ändern, waren bisher nicht erfolgreich“, erinnert sich Ritt. Zwar habe es mit Mitarbeitern der Verwaltung und der Polizei eine Begehung gegeben, diese sei allerdings ergebnislos geblieben, weitere Maßnahmen wurden nicht eingeleitet.

2018 konnten Anwohner immerhin erreichen, dass sich Bürgermeister Christoph Schultz ein Bild von der Lage vor Ort gemacht hat und daraufhin drei Pflanzkübel aufgestellt wurden. „Die Anwohner erwarten nun aber, dass die Situation nach diesem noch glimpflich abgelaufenen Unfall nochmals analysiert und Maßnahmen ergriffen werden, um das Rasen wirksam einzudämmen“, fordert Christian Ritt. Auch bei anderen Bürgern scheint die Hutschnur jetzt geplatzt zu sein; sie schließen sich den Forderungen des Ratsherren an.

(arue)