Worte Zur Woche: Zwei schöne Erfolge

Worte Zur Woche : Zwei schöne Erfolge

Wie richtig und wichtig es ist, sich als Bürger in politische Prozesse einzubringen, zeigt wunderbar der kleine Ort Holzweiler, der 2014 von der tagebaubedingten Umsiedlung ausgenommen wurde und seither aktiv mit an seiner Zukunft plant. Mitglieder der Interessengemeinschaft "Wir in Holzweiler" konnten nun erreichen, dass im Braunkohlenausschuss der Bezirksregierung Köln im Mai über einen ihrer Vorschläge beraten wird.

In dem Vorschlag geht es um den Gedanken, die Autobahn 61, die nach dem Tagebau neu errichtet werden muss, weiter dann östlich zu führen, um dadurch am künftigen Restseeufer an der sonnigsten Stelle mehr Platz und damit eine höhere Aufenthaltsqualität zu gewinnen. Allein schon die Tatsache, dass es die Bürger geschafft haben, ihre Idee in die politischen Beratungen einzubringen, sollte jedem Anlass dazu sein, Kategorien wie "die da oben und wir hier unten" aufzugeben und über seine eigenen Möglichkeiten nachzudenken, sich in die Entwicklung seines Dorfes, seiner Stadt oder seiner Region einzubringen.

"Endlich" steht im Internet unter einem Artikel, der in dieser Woche die Radwege in Wegberg behandelt hatte. Dieses eine Wort sagt alles darüber aus, was die Fahrradfahrer lange bedrückt hat, denn: Eine frohe Botschaft vom Landesbetrieb Straßen.NRW war es, die im Wegberger Rathaus verkündet wurde. Mehrere Radwege und Fahrbahnen im Stadtgebiet sollen in den Jahren 2019 und 2020 saniert werden. Besser spät als nie: Vor allem in Klinkum klagen die Menschen seit mehr als 25 Jahren über Schlaglöcher und Buckelpisten. Für die Mühlenstadt, die sich die Förderung des sanften Tourismus auf die Fahnen geschrieben hat, hat ein gut ausgebautes Straßen- und Radwegenetz allerhöchste Priorität. Bürgermeister Michael Stock und dem neuen Technischen Beigeordneten Frank Thies ist es offensichtlich gelungen, dies auch den Verantwortlichen beim zuständigen Landesbetrieb Straßen.NRW zu erklären. Ein schöner Erfolg.

(RP)
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