Testzentrum in Erkelenz Zahl der Tests im Drive-in verdoppelt sich

Erkelenz · Betreiber Raphael Meyersieck registriert eine erhöhte Nachfrage – aber auch bei vielen Menschen Unsicherheit bezüglich der Kostenregelung. Wann eine Gebühr fällig wird und wann nicht.

Das Drive-in-Testzentrum in Erkelenz öffnete im April des vergangenen Jahres.

Das Drive-in-Testzentrum in Erkelenz öffnete im April des vergangenen Jahres.

Foto: Ruth Klapproth

(RP) Die Inzidenz ist im Vergleich zu früheren Pandemiephasen zwar relativ niedrig. Doch mit den kalten Monaten und einer grassierenden Erkältungswelle steigt auch der Bedarf an Corona-Tests. Das vermeldet das Drive-in-Testzentrum an der Kölner Straße in Erkelenz. Mit knapp 3000 Testungen pro Woche haben sich die Zahlen im Vergleich zum Sommer fast verdoppelt.

Betreiber Raphael Meyersieck wünscht sich nicht nur aus geschäftlicher Sicht, dass sich die Zahl der Tests erhöht. „Einige Besucher kommen nur dann zu uns, wenn sie Symptome haben und sich die Erkrankung bestätigen lassen wollen. Der Zeitpunkt ist aber eigentlich zu spät, zumal sich Personen mit Symptomen nicht im Testzentrum, sondern in der Arztpraxis mit einem PCR-Test testen lassen sollten“, sagt er.

Schon seit dem 30. Juni gibt es eine neue Regelung bei der Bezahlung der Tests. Weiterhin erleben die 75 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter täglich aber „Verunsicherung bei der Terminbuchung“, so der Betreiber. Es gibt drei Kategorien für die Bürgertests: Kostenfreie Tests erhalten Personen, die im selben Haushalt mit einer positiv getesteten Person wohnen, sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, Schwangere im ersten  Trimester, Kinder unter fünf und Personen, die sich nach Infektion freitesten wollen – hier ist jeweils ein Nachweis erforderlich. Auch wer sich in Krankenhäusern oder Pflegeheimen aufhält, hat Anspruch auf kostenlose Tests. Drei Euro werden für Personen fällig, die am Tag der Testung eine Innenraum-Veranstaltung besuchen, mit Risikopatienten in Kontakt kommen oder bei denen sich die Corona-Warnapp meldet. „Hier genügt eine Selbstauskunft“, erklärt Meyersieck. Für einen anlasslosen Test werden 15 Euro fällig.

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